Beim Rekordmeister ist der Wurm drin. Nach sieben Spieltagen dümpelt Galatasaray im bedeutungslosen Tabellenmittelfeld herum. Besonders die schwache Offensive mit erst sechs Treffern macht den „Löwen“ zu schaffen. Kehrt nun 14-Tore-Mann Henry Onyekuru in der Winterpause zurück?

Angesichts fünf ungeschlagener Spiele in Folge, lässt sich bei Galatasaray auf den ersten Blick keine konkrete Krise erkennen. Doch weit gefehlt: Der amtierende Double-Sieger rangiert nach sieben Spieltagen auf Platz zehn – und was noch fast erschreckender ist – mit nur sechs erzielten Treffern. Damit ist die in der Vorsaison so hochgelobte Löwen-Offensive zusammen mit Denizli, Göztepe und Rize der schwächste Angriff der ganzen Liga. Weder Ryan Babel oder der letztjährige Spieler der Saison, Sofiane Feghouli, noch der Star-Einkauf Radamel Falcao konnten bisher brillieren. Letzterer befindet sich merklich noch in der Findungsphase. Doch seit dem Traumdebüt gegen Kasımpaşa samt Siegestreffer zum goldenen 1:0-Endstand, kommt auch vom anfangs hochgelobten Kolumbianer zu wenig. Den müden Ligaauftritten kommen die beiden Champions League-Duelle gegen Brügge und PSG, wo man ebenfalls ohne Treffer blieb, erschwerend hinzu. Was also tun gegen die fehlende Offensiv-Power?

Onyekuru in Monaco ohne Stammplatz

Wie aus dem Klubumfeld zu hören ist, beschäftige man sich derzeit mit einer Rückhol-Aktion von Henry Onyekuru für die kommende Transferphase im Winter. Der Nigerianer, in der letzten Saison mit starken 14 Treffern maßgeblich am Erfolg „Cim Boms“ beteiligt, kehrte im Sommer nach dessen Leihende zu Everton zurück, wurde aber direkt nach Monaco transferiert. Im Fürstentum hat Onyekuru bislang aber einen schweren Stand. In der neuen Saison kam er erst in vier Spielen zum Einsatz und ist unter Trainer Jardim noch weit weg von der Stamm-Elf. Ein halbjährige Leihe für die weite Saisonhälfte wäre somit für beide Seiten eventuell von Vorteil.

Foto: Ozan Kose/Getty Images