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Manuelles Verteidigen: Das Rückgrat von eFootball

Ein Blick auf die Defensivarbeit und häufige Fehler

Verteidigen ist in eFootball keine Nebenaufgabe, die man den KI-Mitspielern überlassen kann. Wer auf hohem Niveau vor hat konstant bestehen zu können, muss man selbst gegnerische Angriffe lesen und dementsprechend entscheiden können. Die Fußballsimulation aus dem Hause Konami verlangt vom Spieler demnach ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und Timing, insbesondere gegen den Ball.

Automatisierte Rettungsaktionen, großzügige Fehlerverzeihung oder dauerhaftes Halten einer bestimmten Taste führen in eFootball selten zum Erfolg. Im Zentrum steht nicht die aggressive Balleroberung, sondern die Kontrolle von Räumen. Erfolgreiche Spieler verteidigen nicht den Gegner, sondern dessen Optionen. Sie verschieben, schließen Passlinien und warten bewusst auf den Moment, in dem ein Eingreifen besondere Aussicht auf Erfolg haben könnte. Überhastete Zweikämpfe werden schnell bestraft, Geduld hingegen belohnt.

Die Defensive ist kein reaktiver Akt

Gerade hierhin unterscheidet sich eFootball von der Konkurrenz. Verteidigen ist hier kein reaktiver Akt, sondern eher ein Vorausschauen des Prozesses, wie ein Spieler angreift. Wer den nächsten Pass antizipiert, statt auf den aktuellen Ballbesitz zu reagieren, verschafft sich zumeist einen entscheidenden Vorteil, was die Defensivarbeit grundsätzlich anspruchsvoller macht.

Der typische Fehler beim Verteidigen

eFootball bestraft also Hektik und belohnt vor allem Übersicht. Wer das verinnerlichen kann, verteidigt oftmals nicht spektakulär, aber dennoch deutlich erfolgreicher. Einer der häufigsten Fehler, den viele Spieler machen, wenn sie eFootball ausprobieren und von der Konkurrenz kommen, dass sie zumeist zu früh aktiv werden. Statt Räume zu schließen oder Laufwege zu begleiten, wird der direkte Zweikampf gesucht. Ein verfrühter Tackling-Versuch öffnet Passlinien, reißt die defensive Ordnung auseinander und lädt den Gegner zu einfachen Abschlussmöglichkeiten ein.

Pressing ist kein Allheilmittel

Eng damit Verbunden ist der übermäßige Einsatz von Pressing, den viele Spieler oftmals als Grundsatz mit in die Matches übernehmen. Dauerhaftes Anlaufen wirkt zunächst aggressiv und effektiv, kostet jedoch Ordnung. Wer unkontrolliert presst, zieht Verteidiger aus ihrer Position und schafft dann im Endeffekt genau jene Räume, die ein Gegner auf Topniveau gnadenlos ausnutzt. Erfolgreiches Verteidigen bedeutet nicht, dass man permanent Druck auf die gegnerischen Spieler ausüben sollte, sondern, dass man gezielt auf den richtigen Positionen in den richtigen Räumen versucht präsent zu sein. Manuelles Verteidigen ist in eFootball kein optionales Stilmittel. Wer erfolgreich sein will, muss bereit sein, Situationen zu lesen und Geduld aufbringen.

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