Bis zuletzt pochte Galatasaray bei einem möglichen Verkauf von Victor Nelsson auf dessen festgeschriebene Ausstiegsklausel in Höhe von 25 Millionen Euro. Nun könnte der Däne, der mannschaftsintern zum Innenverteidiger Nummer vier abgerutscht ist, für weit weniger verscherbelt werden.

Es ist bislang nicht die Saison von Victor Nelsson. In der zurückliegenden Meistersaison noch als Fels in der Galatasaray-Brandung gefeiert, hat der dänische Innenverteidiger seinen Stammplatz in der Defensive längst einbüßt. Hinter den gesetzten Davinson Sanchez und Abdülkerim Bardakçi sowie dem derzeit formstarken Kaan Ayhan ist Nelsson nur noch Innenverteidiger Nummer vier in der internen Rangliste. In der laufenden Spielzeit stand der 25-Jährige in nicht mal der Hälfte der möglichen Spiele in der Startelf, kommt wettbewerbsübergreifend bislang auf 14 Einsätze, neun davon in der Süper Lig.

Dabei galt der einstige 7-Millionen-Mann aus Kopenhagen als lukratives Tafelsilber für die „Löwen“. Sämtliche eingehende Angebote, darunter eine Offerte des FC Sevilla über 13 Millionen Euro, blockte die Galatasaray-Führung in der Vergangenheit ab, verwies dabei stets auf die festgeschriebene Ausstiegsklausel im Vertrag des Dänen. Die beträgt 25 Millionen Euro – eine Summe, die angesichts des sportlichen Abstiegs des Abwehrmannes kaum mehr gerechtfertigt sein dürfte. Was offenbar auch dem türkischen Meister bewusst ist. Dem Vernehmen nach sei man sich klubintern inzwischen einig, Nelsson nun auch bei einem Angebot unter der Ausstiegsklausel ziehen zu lassen. Die neue Schmerzgrenze betrage demnach „nur“ zehn Millionen Euro.