Mit einem Kraftakt hat sich Galatasaray gegen Sparta Prag einen Vorteil fürs Rückspiel in einer Woche verschafft. Trainer Okan Buruk lobte im Anschluss den Auftritt seiner Mannschaft, insbesondere nach den beiden Platzverweisen. Zum Held des Abends wurde indes Torwart Fernando Muslera erkoren. 

Für TV-Kommentator und Türkei-Legende Nihat Kahveci ist die Sache klar: „Muslera sollte bei Galatasaray einen Vertrag auf Lebenszeit bekommen. Sie sollten sich glücklich schätzen, so einen Menschen in ihren Reihen zu haben“, erklärte der ehemalige Stürmer im Rahmen der TV-Übertragung am Donnerstagabend. Mit teils spektakulären Paraden und zugleich stoischer Ruhe, als der wilde Ritt Mitte des zweiten Durchgangs völlig zu entgleisen drohte, schwang sich der 37-jährige Rückhalt zum Mann des Abends auf. „Wir haben bis zum Ende gekämpft. Es war ein schwieriges Spiel mit vielen Chancen und Toren. Muslera hat uns im Spiel gehalten“, äußerte sich auch Dries Mertens, Torschütze zur zwischenzeitlichen 2:1-Führung, zustimmend.

Effizient zu zehnt: Buruk lobt Löwen-Mentalität 

Zweimal ging Galatasaray gegen den tschechischen Meister, der im Rams Park unbekümmert und extrem forsch begann, in Führung – immer wieder kam Sparta Prag zurück. Als Nelsson nach einer Notbremse mit Rot vom Platz flog, drohte die Partie zu Gunsten der Gäste zu kippen. Erst als auch Prag in Unterzahl geriet, das Spiel fortan im 10-gegen-10 fortgesetzt wurde, fanden die Löwen zurück in die (Erfolgs)-Spur. „Zu zehnt haben wir gut gespielt, effizient gespielt, da haben wir unsere Chancen gut genutzt und uns so nun einen Vorteil verschafft“, betonte Trainer Okan Buruk, der den offensiven Schlussspurt kurz vor dem Ende mit den Einwechslungen von Wilfried Zaha und Carlos Vinicius symbolisch einleitete. „Vergessen wir auch nicht, wie Barış den Ball vor dem Icardi-Tor in der 90. Minute erobert hat. Heute haben wir gekämpft“, so Buruk über die Metalität seiner Löwen.