Es gibt im Fußball Transfers, die man nicht immer verstehen muss. Ein solcher ging im Frühherbst 2020 auf das Konto des FC Bayern München.

Der deutsche Rekordmeister verpflichtete zu dieser Zeit den spanischen Mittelfeldakteur Marc Roca für neun Millionen Euro Ablöse. Der Kicker von der iberischen Halbinsel sollte eine optimale Schnittstelle zwischen Verteidigung und Angriff symbolisieren. Doch bislang kam der Spieler, der ein Vertragspapier bis Sommer 2025 unterzeichnete, in fünf Pflichtpartien auf nur 266 Minuten Einsatzzeit.

In der europäischen Königsklasse im Fußball – auch als Champions League bekannt – spielte er in zwei Begegnungen, rein von den Minuten her, länger. Aber die rote Karte gegen die „Bullen“ aus Salzburg waren keine Visitenkarte im positiven Sinn und schon gar keine Eigenwerbung. Der 24-Jährige musste sogar anerkennen, dass der Jungspund Jamal Musiala ihm den Rang abläuft. Selbst als sich Joshua Kimmich verletzt fehlte, konnte sich der Spanier keineswegs durchsetzen.

So kam Roca im ersten Quartal bei seinem neuen Arbeitgeber nur als Reservist zum Handkuss. Die Frage ist, ob er wechseln will oder die etwas ungute Situation weiterhin über sich ergehen möchte. Schenkt man spanischen Medien Glauben, so ist CF Valencia, ein Traditionsverein an der Mittelmeerküste, an dem Fußballer interessiert. Der Klub, der 1942, 1944, 1947, 1971, 2002 und zuletzt 2004 zu Meisterehren kam, will den 24-Jährigen auf Leihbasis verpflichten. Der Mittelfeldakteur könnte dem Verein, der derzeit eine sportliche Talfahrt erlebt und nur drei Zähler vor einem Abstiegsplatz liegt, helfen. Zudem wäre das auch nützlich, um Spielpraxis zu sammeln. Die Primera División kennt der Akteur sehr gut, zumal er für Espanyol Barcelona seine Fußballschuhe schnürte. Der 184 cm große Roca erzielte für das katalonische Kollektiv in 105 Begegnungen drei Treffer.

Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images