Diego Simeone, der Trainer von Atlético Madrid, verkündete nun offiziell, dass man Çağlar Söyüncü von Leicester City verpflichtet habe und weiß die Qualitäten des türkischen Nationalspielers sehr zu schätzen. 

Nach dem sensationellen Gewinn der englischen Premier League in der Saison 2015/2016 ist Leicester City nun am harten Boden der bitteren Realität angelangt. Nach einer desaströsen Saison geht es für die „Foxes“ nun hinab in die zweite englische Liga und viele Stars werden den Verein nun wohl verlassen. Eine feste Größe im Leicester-Kader war lange Zeit Çağlar Söyüncü. Aufgrund persönlicher Differenzen zwischen ihm und Leicester-Trainer Brendan Rodgers war der 27-Jährige in dieser Saison die meiste Zeit Bankdrücker oder saß sogar auf der Tribüne. Nach dem Abstieg der „Foxes“ rief diese Entscheidung des Trainers einige Kontroversen hervor. Nach der kurzzeitigen Übernahme von Trainer Dean Smith fand sich der türkische Nationalspieler im Stammaufgebot wieder. Für Söyüncü sei indes aber klar, dass er, unabhängig von der Ligazugehörigkeit, keine Zukunft bei Leicester habe. Sein Vertrag läuft in dieser Saison aus und eine Verlängerung bei seinem aktuellen Arbeitgeber gilt als kategorisch ausgeschlossen.

Atléticos Trainer Simeone verkündet Söyüncü-Transfer

Bereits seit einiger Zeit gab es Gerüchte ob eines möglichen Wechsels des türkischen Nationalspielers zum spanischen Hauptstadt-Klub Atlético. Der heißblütige Trainer der „Rojiblancos“, Diego Simeone, verkündete in einem spanischen Radio-Interview, dass man sich die Dienste Söyüncüs gesichert habe: „Wir haben Çağlar bereits verpflichtet. Er wird uns in der kommenden Saison sehr helfen. Wir wissen genau, was wir brauchen.“ Söyüncü gilt als durchsetzungsstarker Spieler mit Führungsstärke. Zudem besticht der 27-Jährige durch seine Fähigkeiten in der Spieleröffnung und durch eine für Innenverteidiger ungewöhnlich gute Technik am Ball. Da Atlético meist aus einer Fünferkette in der Abwehr heraus spielt, sind die Attribute, die Söyüncü mitbringt, sehr gefragt. Experten gehen davon aus, dass Spieler und Verein gut zueinander passen dürften und dass die ablösefreie Verpflichtung Söyüncüs ein exzellenter Deal der Spanier sei.

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