Vertrag läuft aus: Talisca tendiert zu Verbleib bei Fenerbahçe

Während Neuzugang N’Golo Kanté und der nach Saudi-Arabien abgewanderte Youssef En-Nesyri im Fenerbahçe-Kosmos in aller Munde sind, wird im Hintergrund an weiteren Personalentscheidungen gearbeitet, die im Falle von Offensivspieler Anderson Talisca erst die kommende Saison betreffen. So soll der Brasilianer der Klubführung signalisiert haben, seinen im Sommer auslaufenden Vertrag bei den Gelb-Marineblauen trotz einer nicht unerheblichen angedachten Gehaltskürzung verlängern zu wollen.

Als Anderson Talisca zu Beginn dieser Saison nach seiner Form suchte und teils wie ein Fremdkörper im Spiel von Fenerbahçe wirkte, zweifelten nicht wenige an der Zukunft des 32-Jährigen in Kadıköy. Doch diese Stimmen sind mittlerweile nahezu gänzlich verstummt, denn der in der Offensive variabel einsetzbare Routinier hat seine Leistungen im Laufe der Spielzeit massiv verbessert und zählt unter Trainer Domenico Tedesco zu den wichtigsten Säulen, nachdem er bereits in der Rückrunde der Vorsaison als damaliger Neuzugang seine Aufgaben größtenteils ordentlich erledigte. Seit der Ankunft von Tedesco am Bosporus gelangen Talisca mehrfach zwei Treffer in einer Partie, was der ehemalige Beşiktaş-Akteur mit einem Dreierpack gegen Brann Bergen in der Europa League im Dezember selbst sogar noch übertrumpfen konnte.

Talisca reicht Fenerbahçe die Hand

Kein Wunder also, dass Fenerbahçe dem Vernehmen nach den im Sommer auslaufenden Vertrag mit Talisca verlängern möchte. Allerdings berichtet "TRT Spor", dass der Tabellenzweite der Süper Lig – wohl vor allem aufgrund des fortgeschrittenen Alters des Stürmers – finanziell nicht an die Schmerzgrenze gehen will, was für Talisca wiederum eine Gehaltskürzung um rund die Hälfte seiner bisherigen Bezüge bedeuten soll. Da sich der 1,90-Meter-Hüne bei den "Kanarienvögeln" sehr wohl fühle und keinen Abschied aus Istanbul anstrebe, habe er dem Fenerbahçe-Management seine Bereitschaft, Gehaltseinbußen hinzunehmen, bereits mitgeteilt, um auch zukünftig weiterhin das Trikot der Gelb-Marineblauen tragen zu können. Welche Vertragslaufzeit den beiden Parteien dabei vorschwebt, ist derweil noch unklar. Die Zeichen auf eine weitere Zusammenarbeit dürften für den Moment jedenfalls gut stehen.

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