Die Fenerbahçe-Führung könnte ihrem Wunsch nach einem neuen physisch starken Stürmer auf internationalem Topniveau einen entscheidenden Schritt näher gekommen sein. Laut türkischen Medienberichten habe der von Fenerbahçe umworbene Alexander Sørloth seinem aktuellen Arbeitgeber Atlético Madrid mitgeteilt, dass er in diesem Winter gerne zu den "Kanarienvögeln" wechseln würde.
Das Wintertransferfenster ist seit einigen Tagen geöffnet und bei Fenerbahçe arbeitet man bereits mit Hochdruck daran, etwaige Schwachstellen im Kader durch Transfers auszubessern. Nachdem man sich bereits Flügelflitzer Anthony Musaba für fünf Millionen Euro von Ligakonkurrent Samsunspor sichern konnte, steht man dem Vernehmen nach nun auch kurz vor einer Verpflichtung von Lazios Matteo Guendouzi, der im Mittelfeldzentrum für neue Impulse sorgen soll. Eine Personalie, die es hiernach noch neu zu besetzen gilt, ist die des Mittelstürmers. Seit Monaten heißt es bereits, dass man hierbei vor allem ein Auge auf Alexander Sørloth von Atlético Madrid geworfen habe. Auch dieser Transfer könnte nun offenbar bald Wirklichkeit werden, denn wie berichtet wird, möchte der Norweger ebenfalls zum 19-maligen türkischen Meister wechseln.
Alexander Sørloth Verkaufskandidat bei Atlético Madrid
Wie die türkische Zeitung "Sabah" schreibt, habe Alexander Sørloth bei der Vereinsführung von Atlético Madrid formell um die Freigabe für einen Wechsel zu Fenerbahçe gebeten. Der 30-Jährige, der nach zwei starken Saisons in Spanien in dieser Spielzeit seiner eigenen Form etwas hinterherläuft, ist bei den "Rojiblancos" nicht unumstritten, weshalb eine Trennung in diesem Winter allgemein als nicht unwahrscheinlich gilt. Nun soll der norwegische Nationalspieler aber für sich selbst entschieden haben, dass er am liebsten zu Fenerbahçe wechseln würde.
Atlético fordert angeblich 30 Millionen Euro für Sørloth
Auch wenn man sich so gesehen zumindest mit dem Spieler bereits grundsätzlich einig zu sein scheint, müssen die genauen Transferkonditionen noch zwischen den beiden beteiligten Vereinen ausgehandelt werden. In den kommenden Tagen soll eine Delegation der Fenerbahçe-Vereinsführung in die spanische Hauptstadt reisen, um dort mit den Atlético-Bossen zu verhandeln. Dort solle man noch immer auch eine Ablöse von um die 30 Millionen Euro pochen, die die Marineblau-Gelben derzeit weder zahlen wollen noch können, sollte der Guendouzi-Deal tatsächlich über die Bühne gehen. Für den Franzosen soll ein Paket von um die 25 Millionen Euro zu Lazio Rom fließen.
Sørloth-Transfer hängt an der Zukunft von Youssef En-Nesyri
Ein Sørloth-Transfer zu den aktuell geforderten Bedingungen wäre wohl nur dann möglich, wenn es tatsächlich zu einem Verkauf von Youssef En-Nesyri nach Saudi-Arabien kommen würde. Der Marokkaner wird bereits seit geraumer Zeit mit einem potenziellen Wechsel ins Königreich in Verbindung gebracht. Solange es an dieser Front aber noch still ist, wird man auf Seiten Fenerbahçes bei Alexander Sørloth wohl noch etwas auf Zeit spielen müssen. Möglicherweise wird man eine Leihe mit anschließender Kaufpflicht vorschlagen, um einen Verkauf von En-Nesyri möglicherweise auch auf den Sommer zu verschieben. Alternativ zum Norweger hat man bei Fenerbahçe auch Ademola Lookman von Atalanta Bergamo im Blick, mit dessen aktuellen Klub derzeit bereits Verhandlungen laufen sollen.
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