Die FIFA All-Star U.S. Challenge, die von eLaLiga organisiert wurde, fand am 20. Juni in Miami statt und hatte eine Besonderheit, die viele ĂŒber eine mögliche Änderung des Spielmodus fĂŒr offizielle FIFA-Turniere nachdenken lĂ€sst.

Das “Hard Rock Stadium” war Schauplatz eines Wettbewerbs, bei dem vier Teams mit je drei Spielern in einem Rundenturnier gegeneinander antraten. Das Wichtigste war das Spektakel; mehr als der Sieg ging es also darum, die FĂ€higkeiten des Spiels zu prĂ€sentieren. Die Besonderheit der All-Stars… war jedoch, dass die Begegnungen Zwei gegen Zwei statt wie ĂŒblich Eins gegen Eins stattfanden. Der Wechsel brachte unerwartete Ergebnisse: Der Jubel zwischen den Mannschaftskameraden und die Empathie, die ein solcher Kameradschaftsgeist bei den Zuschauern mit den Mannschaften statt mit den einzelnen Spielern auslöste, sorgten bei jedem Spiel fĂŒr große Begeisterung. Dies gab Anlass zum Nachdenken darĂŒber, ob ein Zwei-gegen-Zwei-Format in FIFA-Wettbewerben in Zukunft möglich wĂ€re.

Auch wenn es eine Reihe von eSports gibt, die eher auf Teamspiele ausgerichtet sind, bleibt das Eins-gegen-Eins-Modell dominant. Aber nach den Ergebnissen der All-Star U.S. Challenge könnte man spekulieren, dass sich eine Änderung des Formats positiv auf das Spektrum der FIFA-Turniere auswirken wĂŒrde. Erstens erhöht es die Spannung und Emotion in den Spielen, da die Koordination zwischen den Spielern derselben Mannschaft erforderlich ist; es erhöht auch die RivalitĂ€t zwischen den Gegnern. Dies wirkt sich auf die Begeisterung der Zuschauer aus und kann dazu fĂŒhren, dass die Fans den Klubs folgen und nicht, wie es oft der Fall ist, einem einzelnen Spieler.

Zurzeit gibt es keine Anzeichen fĂŒr eine kurzfristige Änderung des Formats von FIFA-Turnierspielen. Klar ist, dass wir positive VerĂ€nderungen in der Zusammensetzung dieser Turniere erwarten können, die den einzigartigen Charakter eines der weltweit am meisten verfolgten eSports hervorheben werden.