Neues Jahr, alte Begebenheiten: Trabzonspor grüßt von der Tabellenspitze und startet im Duell der Gegensätze gegen das Schlusslicht ins Kalenderjahr 2022. Galatasaray hat ebenfalls eine Pflichtaufgabe vor der Brust, muss diese aber wie Beşiktaş erstmal bewältigen. Fenerbahçe rundet am Montagabend den ersten Spieltag im neuen Jahr ab. 

In der ersten Hälfte ist Trabzonspor seiner Konkurrenz enteilt, hat eine Bestmarke nach der anderen aufgestellt und wirkte oft schlicht unbesiegbar. Nach dieser regelrechten Machtdemonstration wollen die Bordeaux-Blauen nun im neuen Jahr an die sehr guten Leistungen anknüpfen und eröffnen das Kalenderjahr am Freitagabend mit dem Heimspiel gegen Malatya. Heißt mit Blick auf die Tabelle: Spitzenreiter gegen Schlusslicht, und so für ein Trabzonspor in Normalform ein Pflichtsieg. Schon wesentlich tückischere Aufgaben haben die ersten Verfolger im neuen Jahr vor der Brust: Der Zweite Konyaspor gastiert am Sonntagmittag in Sivas, Başakşehir als Dritter bereits einen Tag zuvor in Alanya.

Auch wenn es die aktuelle Tabellensituation nicht hergibt, ist der Zehnte Galatasaray gegen den Vierzehnten Giresunspor am Samstag klarer Favorit. Gegen den Aufsteiger muss der in der Liga bedrohlich abgeschmierte Rekordmeister zurück in die Spur finden, um damit dann eventuell die viel beschworene Siegesserie einzuleiten.

Mit nur einem Punkt mehr auf dem Konto, aber um drei Plätze besser positioniert, geht es auch für Beşiktaş darum, schnell wieder Anschluss an die Spitzengruppe der Liga zu bekommen. Der Auftakt ins neue Jahr ist den „Schwarzen Adlern“ zumindest schon gelungen: Am Mittwoch sicherten sich die Kicker vom Bosporus gegen Antalyaspor den Super Cup und damit nachträglich das nationale Triple. Inwieweit sich dieser Triumph, der über die volle Distanz samt Elfmeterschießen als regelrechter Kraftakt erwies, auf die Partie am Sonntagabend gegen Rizespor auswirkt, steht aber auf einem anderen Blatt.
Ungewissheit ist auch das Schlagwort das die aktuelle Situation bei Fenerbahçe am besten beschreibt. Weiterhin ist unklar, wer die „Kanarienvögel“ in Zukunft als Cheftrainer leiten wird. Gegen Adana Demirspor wird es aber wohl noch Interimsmann Zeki Göle sein, obwohl dieser nicht über die notwendige Pro-Lizenz verfügt.