Bei Beşiktaş ist man sich einig: Trainer Sergen Yalçın soll seinen im kommenden Juni auslaufenden Vertrag unbedingt verlängern, vorgesehen ist ein Zeitraum über zwei oder drei Jahre. Die Finalisierung der Verhandlungen inklusive satter Gehaltserhöhung soll in der Woche nach dem Fenerbahçe-Derby erfolgen. 


Als Sergen Yalçın Ende Januar 2020 das Traineramt des zuvor geschassten Abdullah Avcı übernahm, war Beşiktaş nicht mehr als ein vor sich hin trottender Klub auf der Suche nach der eigenen Identität und mit maximaler Aussicht auf einen Qualifikationsplatz zur Europa League. Rund 15 Monate später träumen die "Schwarzen Adler" vom Titel-Double, stehen im Pokalfinale (gegen Antalyaspor) und grüßen in der Süper Lig von der Tabellenspitze. Klar, dass sich da die Zukunftsfrage nicht stellt: Der Macher des Erfolgs, Sergen Yalçın, soll unbedingt gehalten werden. Wie türkische Medien berichten, wird dem 48-jährigen Übungsleiter ein Gehalt von zehn Millionen Lira (ca. 1,2 Mio. Euro) für die kommenden drei Jahre vorgeschlagen.

Der neue Kontrakt würde dann bis 2024 gelten, wobei das dritte Jahr optional in beiderseitigem Vernehmen festgeschrieben werden soll. Ohnehin – so hat es Sergen Yalcin auch selbst immer wieder auf Nachfrage betont – stehen die gemeinsamen Absichten und immer im Wohlsein von Beşiktaş im Vordergrund. Aus diesem Grund sind die Vertragsgespräche, die angesichts des auslaufenden Vertragsverhältnisses Ende Juni durchaus dringend erscheinen, nochmals um eine Woche vertagt worden. Voller Fokus liegt zunächst auf das anstehende Derby gegen Stadtrivale Fenerbahçe, dem man keine zusätzlich aufkommende Unruhe oder Nebenkriegsschauplätze eine Plattform geben will.

Cenk Tosun und Vincent Aboubakar gegen Fenerbahçe wohl dabei

Und so wird Sergen Yalçın bis zum Abschlusstraining am Samstagabend ausschließlich auf dem Trainingsplatz und nicht auf der Geschäftsstelle zu finden sein. Wer sich noch vor dem Showdown am Sonntag zu ihm gesellen dürfte, sind Cenk Tosun und Vincent Aboubakar. Sowohl der im Winter zurückkehrte Angreifer als auch der im Pokal nach einem Schlag aufs Knie ausgewechselte Kameruner sind aller Voraussicht nach für das Derby gegen Fenerbahçe wieder eine Option.

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