Mit Terem Moffi vom OGC Nizza haben die BJK-Verantwortlichen einen Abraham-Ersatz unter die Lupe genommen. Mit dem Verein befindet sich der 26-Jährige allerdings in einem Rechtsstreit hinsichtlich einer vorzeitigen Vertragsauflösung. Hintergrund ist ein gewalttätiger Angriff der Ultraszene, woraufhin der Nigerianer seit Ende November vergangenen Jahres kein Spiel mehr bestritten hat.
Nachdem der Abgang von Tammy Abraham in Richtung Aston Villa nur noch Formsache ist, sind die BJK-Verantwortlichen bereits auf der Suche nach einem adäquaten Ersatz für den 28-Jährigen. Wie gleich mehrere türkische Medien übereinstimmend vermelden, sind die "Schwarzen Adler" dabei auf einen Stürmer aus der französischen Ligue 1 aufmerksam geworden. Die Rede ist hierbei von Terem Moffi, der aktuell für den OGC Nizza aufläuft. Der 19-fache nigerianische Nationalspieler wechselte im Sommer 2023 für eine beachtliche Ablösesumme von 22,5 Millionen Euro vom FC Lorient in Richtung Nizza. In der laufenden Saison kommt der 26-Jährige auf lediglich drei Pflichtspieltreffer, was allerdings auch einen tragischen Hintergrund hat.
Moffi wurde Opfer eines Angriffs der Ultraszene
Seit dem 30. November 2025 hat Moffi kein Pflichtspiel für den OGC Nizza absolviert. An jenem letzten Pflichtspieleinsatz – Nizza unterlag auswärts beim FC Lorient mit 1:3 – wurden sowohl Moffi als auch sein Team-Kollege Jeremie Boga Opfer eines Angriffs von OGC-Ultras. Die Ereignisse überschlugen sich dabei, als der Team-Bus bei der Ankunft am OGC-Trainingsgelände auf auf eine Menschenmenge von etwa 400 Menschen traf. Französische Medien berichteten in diesem Zusammenhang, dass sowohl Moffi als auch Team-Kollege Boga und Sportdirektor Florian Maurice von einzelnen Ultras angegriffen und bespuckt wurden, woraufhin die beiden Spieler sich krankgemeldet und Anzeige erstatten haben. Seither wurde die Arbeitsunfähigkeit verlängert und beide Spieler haben weder am Training teilgenommen noch ein Pflichtspiel absolviert.
Keine Einigung im Rechtsstreit
Nach den Ereignissen im vergangenen Jahr möchten beide Spieler nicht mehr für den OGC Nizza auflaufen und haben diesbezüglich auch die Auflösung der Verträge beantragt. Die Rechtskommission des französischen Ligaverbands LFP soll bei einem Schlichtungsversuch zwischen Verein und Spielern allerdings gescheitert sein, weshalb die Verträge beider Spieler zum aktuellen Zeitpunkt weiterhin ihre Gültigkeit behalten. Die Spielerseite ist der Ansicht, dass der Verein bei der Rückkehr an jenem gewalttätigen Abend nicht für ausreichend Sicherheit gesorgt haben soll. Aktuell erwägt die Spielerseite sogar vor das Arbeitsgericht zu ziehen.
Sollte es tatsächlich zur vorzeitigen Vertragsauflösung kommen, so könnte BJK in Form eines ablösefreien Wechsels des Nigerianers profitieren. Andernfalls müssten sich die "Schwarzen Adler" angesichts des noch laufenden Vertrags bis 2027 mit den Franzosen auf eine Ablösesumme einigen. Aktuell wird der Marktwert des 26-Jährigen auf zehn Millionen Euro (Quelle: transfermarkt.de) geschätzt.
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