Seit seinem Wechsel an den Bosporus im vergangenen Sommer hat Abdülkerim Bardakcı der Galatasaray-Abwehr die lang ersehnte Sicherheit verschafft. Gemeinsam mit Victor Nelsson ist der 28-Jährige Teil eines der besten Innenverteidiger-Duos in der Süper Lig. Kein Wunder also, dass sich Bardakcı mit seinen starken Leistungen unter anderem auch in der Serie A einen guten Ruf erarbeitet hat.

Bei all den spektakulären Namen, die Galatasaray vor der aktuellen Saison 2022/23 unter Vertrag genommen hat, geht die Verpflichtung von Abdülkerim Bardakcı teilweise ein wenig unter. Doch wer das Geschehen rund um die "Löwen" näher verfolgt, weiß genau, dass sich der ehemalige Konyaspor-Verteidiger still und heimlich zu einem der Königstransfers des vergangenen Sommers gemausert hat. Seit der Ankunft Bardakcıs musste der Spitzenreiter in der Süper Lig im Laufe dieser Saison bislang lediglich 19 Gegentore in 27 Partien hinnehmen – ein exzellenter Wert! Zum Vergleich: 2021/22 fing sich "Cim Bom" insgesamt 53 Treffer in 38 Spielen ein. Natürlich basiert diese erhebliche Verbesserung der Defensive nicht nur auf der Verpflichtung des kopfballstarken 1,85-Meter-Mannes, doch zweifelsohne ist Bardakcı ein mehr als beachtlicher Anteil daran zuzuschreiben.

Atalanta wohl mit konkretem Interesse

Von den Fähigkeiten des Linksfußes hat offensichtlich auch Atalanta Bergamo Wind bekommen, denn laut "Akşam" strebt der Klub aus der italienischen Serie A einen Transfer von Bardakcı an. Der Defensivspieler soll den Lombarden dem Vernehmen nach rund vier Millionen Euro wert sein, was bei Galatasaray aber wohl kaum für Begeisterung sorgen wird. Schließlich dürfte der tatsächliche Marktwert des in Konya geborenen Profis mindestens den von "transfermarkt.de" geschätzten 5,5 Millionen Euro entsprechen. Darüber hinaus besteht aus Sicht der Gelb-Roten keinerlei Grund, den noch bis Ende Juni 2025 in Florya unter Vertrag stehenden 28-Jährigen nach nur einer Saison schon wieder ziehen zu lassen. Dass es bei Atalanta in der nächsten Spielzeit zu einer Zusammenarbeit von Bardakcı und dem türkischen Nationalspieler Merih Demiral kommen wird, scheint also zumindest für den Moment äußerst unwahrscheinlich zu sein.