Am gestrigen Abend setzte sich der türkische Rekordmeister im Heimspiel gegen Gaziantep nach einem turbulenten Spielverlauf knapp mit 2:1 durch. Am Ende musste ein Eigentor der kriselnden Gala-Offensive zum Sieg verhelfen. Der Glanz bleibt bei den „Löwen“, die gestern eine Halbzeit in Unterzahl agierten, allerdings weiterhin aus. 

Ein Platzverweis, ein vergebener Elfmeter und ein Last-Minute-Eigentor – der gestrige Abend rundete den fünften Spieltag der Süper Lig turbulent und aus Sicht von Galatasaray, trotz Unterzahl und weiterhin anhaltender Flaute im Sturm, dennoch erfolgreich ab. Der Auftritt der „Löwen“ vor heimischer Kulisse im NEF Stadyumu ließ abermals über weite Strecken der Partie, allen voran in der Offensive, einiges vermissen. Viele Torchancen gab es auch gegen den stark in die Saison gestarteten Gegner aus Gaziantep nicht zu bestaunen. Nach dem frühen Rückstand durch Sagal (27.) glich „Cim Bom“ durch Gomis (36.) kurz vor der Halbzeit noch aus. Frühzeitig in die Kabine geschickt wurde dann Innenverteidiger Bardakcı (45.), der nach einem Ellbogenschlag die zweite Gelbe Karte sah und vom Platz flog. Die zweite Halbzeit entwickelte sich dann etwas kurios, denn die Gäste zogen sich überraschend zurück und überließen den Hausherren den Ball, die allerdings aus dem Ballbesitz sowie den größeren Spielanteilen kein Kapital schlagen konnten. Nach einem verschossenen Elfmeter durch Gomis (73.) schien für Galatasaray der Abend bereits gelaufen zu sein, denn eine wirkliche Schlussoffensive mit hochkarätigen Szenen blieb aus. So musste letztlich ein Eigentor der Gäste durch Unglücksrabe Kitsiou (90.+1) her, das dann den mehr als glücklichen Sieg perfekt machte. Der Auftritt reiht sich allerdings in die bisherigen enttäuschenden Darbietungen ein und kann nur aufgrund des Ergebnisses positiv bewertet werden.

Keine Durchschlagskraft in der Offensive 

Die Buruk-Truppe ist mit vier erzielten Treffern aus fünf Partien von den Istanbuler Rivalen Fenerbahçe und Beşiktaş (noch) weit entfernt. Speziell Neuzugang Seferović, der am gestrigen Abend nur von der Bank kam, aber keine nennenswerten Impulse liefern konnte, bleibt noch weit hinter den Erwartungen zurück. Aus Fan-Sicht blickt man insgeheim wohl bereits jetzt auf Hoffnungsträger Mauro Icardi, dessen Leihe nur noch eine Frage der Zeit zu sein scheint. Nichtsdestotrotz wird diesbezüglich auch der neue Trainer Okan Buruk gefragt sein, der bisher in der Offensive seine Spielidee noch nicht erfolgreich implementieren konnte. Letzteres wird logischerweise noch gewisse Zeit in Anspruch nehmen. Angesichts der mageren Ausbeute von nur vier Treffern aus fünf Spielen, hofft man in den kommenden Spielen, dann wohl auch mit Icardi in der Sturmspitze, auf mehr Durchschlagskraft in der Offensive.