[Update] Der ghanaische Verband hatte die Rettung von Christian Atsu schon best├Ątigt. Nun ist klar: Die Entwarnung kam zu fr├╝h, der Fu├čballprofi konnte nach der Erdbebenkatastrophe noch nicht aus den Tr├╝mmern geborgen werden.

In diesen dunklen Zeiten war es eigentlich einer der wenigen Lichtblicke: Es hie├č, der versch├╝ttete ghanaische Fu├čballer Christian Atsu, im Diensten von Hatayspor, sei lebend aus den Tr├╝mmern eines zusammengebrochenen Hauses geborgen worden. Dies waren zumindest die Angaben der portugiesischen Sportzeitschrift "A Bola", die sp├Ąter auch vom ghanaischen Fu├čballverband (GFA) sowie weiteren Quellen best├Ątigt wurde. Doch nun m├╝ssen wir leider mitteilen, dass dem offenbar nicht so ist und dass Christian Atsu weiterhin vermisst wird.

Eine vermeintliche Verwechslung f├╝hrte zur Falschmeldung

Allem Anschein nach hatte es eine Verwechslung gegeben: Bei der Person, die am Dienstag nach der Erdbebenkatastrophe im t├╝rkisch-syrischen Grenzgebiet lebend geborgen und f├╝r Atsu gehalten wurde, handelt es sich offenbar nicht um den ghanaischen Nationalspieler. Dies best├Ątigten nun dessen Klub Hatayspor sowie sein Berater Nana Sechere. Dieser twitterte:

"Nach dem gestrigen Update des Klubs (Hatayspor), Christian sei lebend geborgen worden, bleibt Christians Aufenthalts tats├Ąchlich weiterhin unbekannt. Wie Sie sich vorstellen k├Ânnen, ist dies weiterhin eine verheerende Zeit f├╝r seine Familie und wir tun alles, was wir k├Ânnen, um Christian zu finden. Offizielle Updates werden geteilt werden, sobald weitere Informationen ans Licht kommen. Bitte respektiert die Privatsph├Ąre der Familie in dieser qu├Ąlenden Zeit und seht davon ab, unbest├Ątigte Neuigkeiten zu verbreiten, da dies nur die Suche nach Christian behindern w├╝rde."

Nicht nur Atsu, sondern auch Sportdirektor Taner Savut wird weiterhin vermisst

Hatayspors Trainer Volkan Demirel gab zudem gegen├╝ber dem Portal Spor Arena an, dass nicht nur Christian Atsu weiterhin vermisst werde, sondern auch der Sportdirektor des Klubs, Taner Savut. In einer Audionachricht an die franz├Âsische Nachrichtenagentur AFP sagte Demirel ├╝ber Atsu: "Die Neuigkeiten, die ich habe, sind keine guten; er wurde noch nicht unter den Tr├╝mmern entdeckt."

Mit jedem Tag, mit jeder Stunde, die vergeht, schwindet die Hoffnung, weitere ├ťberlebende des schweren Erdbebenungl├╝cks zu finden. In den N├Ąchten fallen die Temperaturen in den Krisenregionen teilweise unter den Gefrierpunkt, sodass die Versch├╝tteten auch der lebensbedrohlichen K├Ąlte ausgeliefert sind. Bislang wurden ├╝ber 12.000 Leichen geborgen und die Gewissheit w├Ąchst, dass es in den kommenden Tagen noch viele, viele weitere sein werden. Jeder Mensch, der noch gerettet werden kann, ist ein Licht der Hoffnung in dieser d├╝steren Zeit.

Foto: Ian MacNicol / Getty Images