Nach monatelanger Zwangspause ist Rodrigo Becão auf den Rasen zurückgekehrt. Bevor der Brasilianer wieder ins Mannschaftstraining von Fenerbahçe einsteigt, steht zunächst noch ein individuelles Programm auf dem Plan.

Durch die Ausfälle des langzeitverletzten Luan Peres sowie von Alexander Djiku, der mit Ghana am Afrika-Cup in der Elfenbeinküste teilnimmt, plagen Fenerbahçe in der Innenverteidigung personelle Sorgen. Da kommt es umso gelegener, dass bei Rodrigo Becão nach mehr als zweimonatigem Fehlen ein Comeback näherrückt. Der 27-Jährige hatte sich Ende Oktober im Rahmes des 5:0-Kantersiegs über Aufsteiger Pendikspor einen Sehnenriss zugezogen, woraufhin er in München operiert wurde. Seitdem müssen die „Kanarienvögel“ ohne den von Udinese Calcio verpflichteten Sommer-Neuzugang auskommen, was jedoch bald der Vergangenheit angehören dürfte: Rodrigo Becão absolviert seit Mitte der Woche ein individuelles Programm, sodass eine zeitnahe Rückkehr ins Mannschaftstraining vor der Tür steht.

Improvisation vorerst weiter gefragt

Bis dahin wird der türkische Pokalsieger aber noch die eine oder andere Partie ohne seinen 1,91 Meter großen Abwehr-Hünen bestreiten müssen. So kommt das Süper-Lig-Stadtduell bei İstanbulspor am Sonntag deutlich zu früh für Rodrigo Becão, weshalb Fenerbahçe-Trainer İsmail Kartal ein weiteres Mal nicht aus dem Vollen schöpfen kann. Da sich auch noch Rechtsverteidiger Bright Osayi-Samuel – wie Djiku – bei der Vorbereitung für den Afrika-Cup befindet, werden die Gelb-Marineblauen in der Viererkette mal wieder zum Improvisieren gezwungen sein. Türkische Medien gehen davon aus, dass sich die Abwehr am Wochenende aus Mert Müldür, Serdar Aziz, Jayden Oosterwolde sowie Ferdi Kadıoğlu zusammensetzen wird. Um einen solchen Engpass an einsatzfähigen Akteuren zukünftig zu vermeiden, sondiert der Traditionsverein aus Kadıköy den Markt derzeit nach potentiellen Neuverpflichtungen für die Defensive. Weit oben auf dem Wunschzettel soll dabei unterem Stefan Savić von Atlético Madrid stehen.