Mehr als unerwartet musste der amtierende Pokalsieger Fenerbahçe im Pokal-Viertelfinale bei Ankaragücü mit 0:3 den Kürzeren ziehen. Ausgerechnet gegen die von Fener-Legende Emre Belözoğlu trainierten Hauptstädter fand die Kartal-Truppe, die in der Startelf große Rotationen zu verzeichnen hatte, kaum Lösungen im Spiel nach vorne, und verlor gegen effiziente Hausherren auch in der Höhe verdient. Nach dem bitteren Pokal-Aus ist auch der erste Titel der Saison futsch. Das LIGABlatt fasst die Stimmen der beiden Trainer zusammen.

İsmail Kartal (Fenerbahçe):

„Wir sind mit dem Ehrgeiz hierhergekommen, um in die nächste Runde einzuziehen. Hätten wir die Chance von Cengiz zu Beginn des Spiels in ein Tor ummünzen können, hätten wir das Spiel mit dieser Moral gewinnen können. Das ist aber nicht passiert. Der Gegner hat besser gekämpft. Deshalb haben wir heute ein Spiel verloren, das wir so nicht erwartet hatten. Meine Spieler und ich haben uns nach dem Spiel gesprochen. Wir werden die Gründe für diese Niederlage analysieren. Es war eine Lektion für uns alle und wir müssen daraus lernen. Ich gratuliere Ankaragücü zum Sieg. Ich vertraue aber meiner Mannschaft und meinen Spielern. Wir haben aus dem heutigen Spiel eine Lektion gelernt und werden allen wieder zeigen, wie Fener Fußball spielt. Ich glaube, dass wir am Ende der Saison Meister sein werden.“

Emre Belözoğlu (Ankaragücü):

„Wir haben im letzten Ligaspiel eine Niederlage erlitten, die wir nicht verdient haben. Das war ein schlechtes Szenario, dass wir von einer 2:0-Führung noch 3:2 verloren haben. Wir dachten uns aber, dass einseitige Spiele in solchen Situationen ein Vorteil sein könnten. Wir haben auf eigenem Platz Niederlagen erlitten, die wir nicht verdient hatten. Aber heute haben meine Mitspieler den größten Anteil am Sieg. Ich habe nichts dazu zu sagen (über die Pfiffe der Fener-Fans nach Schlusspfiff; Anm.d.Red.). Ich habe es nie bereut, mich für Fenerbahçe entschieden zu haben. Ich bin Emre von Fenerbahçe. Ich bin oft mit den Realitäten des Lebens konfrontiert worden, aber ich hätte nie gedacht, dass ich das erleben würde. Es gibt nicht viel, was ich dazu sagen kann.“