Mit einem überzeugenden und abgeklärten Auftritt bei Aufsteiger Pendikspor fuhr die Mannschaft der Stunde Fenerbahçe den nächsten Sieg in der Liga ein. Ein Eigentor von Pendikspor-Keeper Canpolat (30.), der Treffer von Kahveci (43.) vor der Halbzeit sowie der Dreierpack von Džeko (65./77./87.) markierten den auch in der Höhe völlig verdienten 5:0-Endstand. Mit dem zehnten (!) Sieg im zehnten Liga-Spiel setzten die „Kanarienvögel“ ihren Höhenflug fort.

Fener-Coach İsmail Kartal rotierte seine Startelf im Vergleich zum 3:1-Auswärtsieg in der Conference League gegen Ludogorez Rasgrad auf mehreren Positionen. Mit Torhüter Livaković, Kadıoğlu, Akyadin, Yüksek, Szymański, Kahveci und Džeko rückten sieben Spieler neu ins Team. Torhüter Eğribayat, Oosterwolde, Crespo, Zajc, Batshuayi und Kent hingegen mussten auf der Bank Platz nehmen. Nicht im Kader stand der verletzte Djiku, der den Gelb-Marineblauen wochenlang fehlen wird.

Fener lässt sich von früher Auswechslung nicht beirren

Mit einer unglaublichen Siegesserie von wettbewerbs- und saisonübergreifend 20 (!) Pflichtspielsiegen in Folge reiste der aktuelle Tabellenführer der Süper Lig zum Stadtnachbarn und Aufsteiger Pendikspor. Die „Kanarienvögel“, die anlässlich des 100. Jahrestags der Türkei in einem Sondertrikot aufliefen, taten sich jedoch anfangs schwer, zu konkreten Torchancen zu kommen. Zudem musste Fener-Coach Kartal früh in der Partie personell reagieren, denn Fred (9.) konnte verletzungsbedingt nicht weitermachen. Für den Brasilianer kam Zajc neu ins Spiel. Der erste Treffer des Abends gelang dem Gastgeber, doch der Treffer von Yardim (21.) wurde nach einer Abseitsposition vom Schiedsrichter wieder zurückgenommen. Die Gäste antworteten daraufhin mit der ersten gelungenen Aktion im Spiel, die Tadić (22.) mit seinem strammen Rechtsschuss allerdings nicht mit einem Tor vollenden konnte. Die spielerische Überlegenheit konnte Fener dann auch zeitnah in den ersten Treffer des Abends ummünzen. Nach einem Ballverlust der Hausherren schalteten die Gelb-Marineblauen im Mittefeld blitzschnell um. Über die rechte Seite wurde Osayi-Samuel durch einen Pass von Kahveci in Szene gesetzt, dessen eigentlich als Zuspiel auf Džeko geplanter Ball dann etwas glücklich durch die Füße von Keeper Canpolat den Weg ins Tor fand (31.). Die Schiedsrichter werteten den Treffer als Eigentor des Pendikspor-Keepers. Nach dem Gegentreffer ließ der Aufsteiger allmählich die Spannung fallen und lief immer wieder in gefährliche Aktionen von Fener hinein. Keiner fühlte sich auf der linken Seite für Szymański verantwortlich. Der Pole konnte ohne Bedrängnis mit einer Flanke den Ball zum in Strafraumnähe lauernden Kahveci platzieren. Der völlig freistehende türkische Nationalspieler verwertete die Flanke per Volleyabnahme, wobei der Ball im Getümmel noch abgefälscht wurde und etwas glücklich im Tor landete (43.). Der VAR prüfte daraufhin den Treffer auf eine mögliche Abseitsposition, doch der Treffer war regelkonform und zählte. Mit dem verdienten 2:0 ging die deutlich überlegene Mannschaft aus Istanbul in die Kabine.

Džeko macht per Dreierpack alles klar

Im zweiten Durchgang agierten die Gastgeber deutlich mutiger als in der ersten Halbzeit und kamen auch zu entsprechenden Aktionen im Fener-Strafraum. Vor dem Tor von Livaković blieb der Aufsteiger mitunter harmlos und verpasste so den Anschlusstreffer, der die Partie womöglich offen gestaltet hätte. Mitte der ersten Halbzeit schalteten die Gelb-Marineblauen einen Gang hoch und spielten einen ihrer zahlreichen Angriffe dann sauber zu Ende. Szymański dribbelte über die rechte Seite an der Defensive vorbei und sah den besser postierten Džeko (65.) im Zentrum, der ins leere Tor nur noch einschieben musste. Der Bosnier machte wenige Minuten später mit seinem zweiten und daraufhin dritten Treffer des Abends den Dreierpack perfekt (77./87.). Das 5:0 sollte letztlich auch der Endstand im Spiel sein, bei dem der Aufsteiger sich in der Anfangsphase zwar tapfer wehrte, mit zunehmender Spieldauer gegen den ersichtlichen Klassenunterschied aber nicht mehr viel entgegenzusetzen hatte.

Mit dem deutlichen Auswärtssieg verteidigt die Kartal-Truppe souverän die Tabellenführung. Am kommenden Samstag geht es vor heimischer Kulisse gegen Trabzonspor weiter.