Von Beginn an Chef auf dem Platz, zwischenzeitlich lag sogar ein Kantersieg in der Luft – Fenerbahçe hat im Top-Spiel des 34. Spieltags gegen Erzrivale Trabzonspor nichts anbrennen lassen und einen ungefährdeten 3:1-Heimsieg eingefahren. Batshuayi, Luan Peres und Valencia trafen für die „Kanarienvögel“, Trezeguet verwandelte für die Gäste einen Elfmeter. 

Wie in den Vorwochen musste Fenerbahçe auch im Derby gegen Trabzonspor auf den verletzten Altay Bayındır verzichten. Daneben fehlte Irfan Can Kahveci weiter wegen einer Rotsperre, genau wie Bakasetas auf Seiten Trabzonspors. Ansonsten konnten Jorge Jesus und Nenad Bjelica aber auf ihr wichtigstes Personal zurückgreifen.

Die Anfangsminuten waren von Abtasten und nur wenig Risiko geprägt, der gegenseitige Respekt beider Mannschaften war spürbar. Allerdings auch, dass Fenerbahçe deutlich gewillter war, nach vorne zu spielen. Folglich zog sich Trabzonspor früh bereits an den Rand des eigenen Sechzehners zurück – und kassierte dann auch prompt mit der ersten echten Chance den ersten Gegentreffer. Rechts im Halbfeld windete sich der deutlich agilere Arda Güler um den defensiv aushelfenden Edin Visca, legte flach in die Gasse zu Batshuayi (11.), der halbrechts im Strafraum durchbrach und mit einem satten Schuss ins linke Eck zur Führung traf.

Chancengewitter Mitte des ersten Durchgangs

Fenerbahçe tankte mit dem frühen Treffer sichtlich Selbstvertrauen, verpasste es aber vorerst nachzulegen – und das trotz teils hochkarätiger Chancen. Zunächst scheiterte Valencia (33.) in aller letzte Sekunde an einem Trabzon-Block am 2:0, dann vergab der auf dem linken Flügel wirbelnde Rossi (38.) um Haaresbreite am rechten Pfosten vorbei. Zu dieser wilden Phase Mitte des ersten Durchgangs gehörten aber auch zwei Top-Chancen der Gäste – erst Hamšík (31.), der knapp am linken Pfosten vorbeischob, dann Larsen (36.), dessen Abstauber per Abpraller eigentlich im statt neben dem Tor hätte landen müssen. Letztlich ging es aber mit der 1:0-Führung für die „Kanarienvögel“ in die Katakomben.

Zajcs Tanz durch die Mitte – Valencias überlegter Schlenzer

Zurück auf dem Rasen war den Hausherren anzumerken, hier keine Zweifel aufkommen zu lassen und früh für die Entscheidung sorgen zu wollen. Was dann auch gelang. In Folge eines Eckballs scheiterte Batshuayi (53.) mit einem zu schwachen Kopfball noch am zweiten Treffer. Dann war es Luan Peres, der zur Vorentscheidung einschoss. Nach einer wunderbaren Einzelaktion von Zajc im Mittelfeld, gefolgt von einem Sprint übers halbe Feld und der Ablage links in den Sechzehner, wuchtete der aufgerückte Brasilianer den Ball aus spitzem Winkel unters Tordach (58.). Trabzonspor wechselte nach rund einer Stunde dann auf einen Schlag vier Mal. Fenerbahçe machte einfach weiter – und traf erneut. Kadıoğlu flankte aus dem rechten Halbfeld links in den Sechzehner, wo Valencia (71.) den Ball gut an- und mitnahm, ihn sich auf den starken rechten Fuß legte und dann überlegt ins lange Eck setzte. Das 3:0 und damit zwanzig Minuten vor dem regulären Ende bereits die Entscheidung. Nach einem klaren Foul von Kadıoğlu verwandelte Trezeguet (81.) noch einen berechtigten Elfmeter, der letztlich aber für nicht mehr als Ergebniskosmetik.

Mit den drei Punkten gegen Trabzonspor im Gepäck hält Fenerbahçe Schritt mit der Stadt-Konkurrenz von Galatasaray und Besiktas, die bereits vorgelegt hatten. Und mit dem Sieg haben die Gelb-Marineblauen auch verhindert, dass Galatasaray bereits am Wochenende den Meistertitel klarmachen kann.