Am vergangenen Donnerstag traten Fenerbahçe und Zenit St. Petersburg in einem Freundschaftsspiel noch gegeneinander an, nun will man kĂŒnftig zusammen arbeiten. Beide Teams werden in den kommenden zwei Jahren eng zusammenarbeiten. Was dahintersteckt, weiß das LIGABlatt.

Fenerbahçe verstĂ€rkt seine Beziehungen zu Zenit St. Petersburg und will in Zukunft eng mit dem russischen Top-Klub zusammenarbeiten. Wie die "Kanarienvögel" zu Wochenbeginn per offiziellem Statement mitteilen, ist mit dem russischen Meister eine Kooperation ĂŒber zwei Jahre vereinbart worden. Diese gilt neben der Profi-Mannschaft der MĂ€nner auch fĂŒr das Erstligateam der Frauen von Fenerbahçe sowie fĂŒr die Profi-Mannschaft der Basketballsparte.

Inhalte und Absichten der vereinbarten Kooperation bezieht sich vor allem auf Zusammenarbeiten außerhalb des regulĂ€ren Spielbetriebs, insbesondere in LĂ€nderspielpausen und der Sommerpause. Neben Freundschaftsspielen und gemeinsam ausgerichteten Turnieren fĂŒr alle Altersgruppen und Sparten soll es auch darum gehen, dass die Trainer und FunktionĂ€re der Mannschaften zu gemeinsamen Fortbildungen zusammenkommen und sich gegenseitig austauschen. "Wir hoffen, dass sich dieser Schritt, den wir als wichtige Partnerschaft sehen, kurz-, mittel- und langfristig umfassend entwickeln wird und positive Auswirkungen fĂŒr unseren Verein haben wird", schreibt Fenerbahçe dazu in der offiziellen Pressemitteilung.

Mit Blick auf das aktuelle Weltgeschehen und den nach wie vor anhaltenden Krieg in der Ukraine ist die Zusammenarbeit mit Zenit St. Petersburg durchaus kritisch zu sehen, per se aber nicht ĂŒberraschend. Die TĂŒrkei hĂ€lt diplomatische Beziehungen zur Ukraine und Russland, hat sich dabei unlĂ€ngst auch als eine Art Vermittler angeboten. Im Champions-League-Qualifikationsspiel gegen Dynamo Kiew vergangenen August fielen einzelne Kanarienvögel-AnhĂ€nger mit höhnenden "Wladimir Putin"-Rufen gegenĂŒber dem Gast aus der Ukraine auf.