In seiner Karriere stand Hulk nie bei den ganz großen Adressen des Fußballs unter Vertrag, kassiert hat der Brasilianer mit der breiten Körperstatur dennoch stattlich. Bei seiner wohl letzten Station in der Profilaufbahn soll das Geld angeblich keine große Rolle mehr spielen, was auch Beşiktaş auf einen Wechsel hoffen lässt. 

Zwei Dinge sind in der Fußball-Karriere stets gegeben: Geld und Tore! Als die brasilianische Sturm-Gewalt im Juli 2008 vom japanischen No-Name-Klub Tokyo Verdy zum FC Porto wechselte, floss bereits eine beachtliche Summe von 19 Millionen Euro für den damals Anfang 20-Jährigen. Hulk zahlte das Geld mit sportlichen Leistungen zurück: 77 Tore und 61 Vorlagen in 169 Spielen für die Portugiesen ließen Hulk auf beinah jede Interessentenliste der europäischen Top-Teams wandern. Statt in die Premier League oder nach Spanien, wo die großen Klubs warteten, entschied sich Hulk fürs große Geld – und den Wechsel zu Zenit St. Petersburg, die neben einem astronomischen Gehalt noch 40 Millionen Euro überwiesen. Die Geschichte wiederholte sich vier Jahre später: 136 direkte Torbeteiligungen in 148 Spielen hätten Hulk wieder bei fast jedem Klub blind unterschreiben lassen. Letztlich setzte er seine Signatur unter ein Arbeitspapier beim chinesischen Klub SIPG Shanghai, die knapp 58 Millionen Euro Ablöse zahlten und dem Hulk ein Jahresgehalt von knapp 30 Millionen Euro garantierten.

„Neue Herausforderung“ oder „Rückkehr an alter Wirkungsstätte“?

Seit Jahresbeginn ist das Kapitel Shanghai geschlossen, der Vertrag des 34-jährigen Brasilianers wurde einvernehmlich und auch auf ausdrücklichen Wunsch des Spielers nicht verlängert. Der Grund: Hulk strebt zum Ende seiner Karriere nochmal eine Herausforderung in Europa an. Und im Gegensatz zu den vergangenen 13 Jahren, die Hulk kumuliert um die 250 Millionen Euro eingebracht haben dürften soll, das Geld keine Rolle spielen. Beşiktaş rechnet sich deshalb durchaus große Chancen auf eine Verpflichtung aus. Die „Schwarzen Adler“ können nicht mit einem üppigen Gehalt glänzen, wohl aber mit der sportlichen Aussicht auf nationale Titelkämpfe und die Teilnahme am internationalen Wettbewerb. Das Problem: Genau das trifft auch auf den FC Porto zu, der zusätzlich noch über etwas mehr finanzielle Mittel verfügt und dazu mit Heimatfaktor als jahrelanger Ex-Klub überzeugen könnte. Der sich anbahnende Wechsel von Hulk ist keine Frage des Geldes, sondern eine Abwägung zwischen „neuer Herausforderung“ oder „Rückkehr an alter Wirkungsstätte“.

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