Vor nicht allzu langer Zeit sind Beşiktaş' Star-Neuzugänge noch bei den absoluten Top-Klubs in Europa gehandelt worden, für teilweise gigantische Summen. Zusammengerechnet sind bei deren Wechsel bislang 234 Millionen Euro an Transfererlöse zusammengekommen. Abgesehen von den Gehaltskosten hat sie Beşiktaş dagegen fast zum Nulltarif bekommen.

Alex Texeira
Der offensive Mittelfeldspieler hatte seine absolute Prime als torgefährlicher Stratege im von Brasilianer dominierten Team von Shaktar Donezk. Mit Torquoten, die eher einem Mittelstürmer, denn einem Mittelfeldspieler zuzuordnen wären, landete der heute 31-Jährige auf dem Einkaufszettel der damals noch liquiden Chinesen. Jiangsu Suning machte schließlich ernst und legte satte 50 Millionen Euro für Texeira hin. Donzek zahlte zuvor lediglich sechs Millionen Euro an Texeiras Ausbildungsclub Vasco da Gama. Bei Beşiktaş verdient der Rechtsfuß nun 2,2 Mio. Euro pro Saison, hinzu kommt das Handgeld von 900.000 Euro beim ablösefreien Wechsel.

Michy Batshuayi
Mit der Empfehlung von weit mehr als 20 Toren für Olympique Marseille in der Saison 15/16 wechselte Michy Batshuayi im Sommer 2016 für 38 Millionen Euro zu Chelsea. Jedoch konnte sich der bullige Belgier weder bei den Blues noch bei diversen Leihstationen im Laufe der vergangenen Jahre nachhaltig durchsetzen. Beşiktaş zahlt für den "Batsman" nun lediglich 150.000 Euro Leihgebühr, dafür aber mit knapp 3,2 Millionen Euro ein fürstliches Gehalt.

Miralem Pjanić
Schon als Pjanić die Roma 2016 in nordwestliche Richtung zum Liga-Konkurrenten Juventus verließ, flossen stolze 32 Millionen Euro. 2020 war es dann sogar fast doppelt so viel: Der FC Barcelona holte den bosnischen Mittelfeldstrategen für 60 Millionen Euro nach Katalonien, was sich jedoch nicht rentierte. Nach einem äußerst unbefriedigendem Jahr läuft Pjanić nun eine Saison für die "Schwarzen Adler" auf, die circa ein Viertel des neun Millionen Euro umfassenden Gehalts von Barca übernehmen.

Rachid Ghezzal
Derartige Summen sind für Ghezzal zwar noch nicht auf den Tisch gelegt worden, die 14 Millionen Euro, die Leicester an Monaco bezahlt hat, sind dennoch stattlich. Und im Vergleich zur Ablöse in Höhe von 3,2 Millionen Euro, die nun Beşiktaş an die Foxes bezahlt hat, wohl etwas zu viel gewesen.