Am Samstagabend ist Fabrice N’Sakala beim Spiel zwischen Gaziantep und Beşiktaş ohne Fremdeinwirkung auf dem Rasen zusammengebrochen. Mitspieler beschreiben den dramatischen Vorfall, der Ähnlichkeiten zum Drama um Christian Eriksen hat. N’Sakala selbst geht es mittlerweile den Umständen entsprechend wieder gut. 

Es waren Szenen, die stark an den Kollaps von Dänemarks Christian Eriksen bei der zurückliegenden Europameisterschaft erinnerten. Auch im Fall von Beşiktaş' Fabrice N’Sakala, der am Samstagabend beim Auswärtsspiel in Gaziantep zusammenbrach, handelten alle Beteiligten, allen voran auch die Spieler auf dem Platz, erneut geistesgegenwärtig und verhinderten so Schlimmeres. "Es ging alles so schnell. Neçip ist zu ihm hingerannt, dann kamen sofort die Ärzte und später dann sogar der Krankenwagen", schilderte Stürmer Kenan Karaman die Geschehnisse nach Schlusspfiff. "Das Spiel kann ich heute nicht bewerten, unsere Gedanken sind bei N’Sakala und ich bin sehr froh, dass sein Zustand wohl gut ist", so der Sommer-Neuzugang aus Düsseldorf.

Grüße aus dem Krankenhaus: N’Sakala wieder stabil 

Noch am Abend versendete N’Sakala Grüße in den Sozialen Netzwerken. Verkabelt an einem Bett in einem Krankenhaus in Gaziantep konnte der Linksverteidiger schon wieder lachen und zeigte mit den Händen eine lockere Geste. Zur weiteren Beobachtung wird N’Sakala vermutlich noch bis morgen in Gaziantep bleiben, ehe dann der Rückflug in ein Krankenhaus nach Istanbul ansteht. Ob und wann er wieder zurück auf den Rasen kann, ist zum jetzigen Zeitpunkt völlig unklar.

Auch Trainer Sergen Yalçın, der den Vorfall sichtlich schockiert vom Seitenrand aus beobachtete, verzichtete nach Spielschluss auf eine umfassende Analyse. Lediglich mit der ersten Halbzeit sei der BJK-Trainer überhaupt nicht einverstanden gewesen. In die zweite Halbzeit sei man dann besser gestartet und habe dominiert – bis N’Sakala ohne Fremdeinwirkung kollabierte und an Fußballspielen nicht mehr zu denken war.