Am kommenden Samstag trifft Beşiktaş im Derby auf Tabellenführer Fenerbahçe. In der aktuell schwierigen sportlichen Situation ist der Erfolgsdruck gegen den Erzrivalen umso größer. Doch aufgrund diverser angeschlagener Spieler sieht sich Trainer Riza Çalımbay noch vielen Fragezeichen gegenüber gestellt. 

Mit durchaus ernster Miene betrat Riza Çalımbay am Mittwochvormittag das Trainingsgelände der „Schwarzen Adler“. Kein Wunder, einen Grund zum Lachen hat der Beşiktaş-Trainer derzeit nicht wirklich. Zumal es in Mitten der gegenwärtigen sportlichen Krise am kommenden Wochenende nun gegen Erzrivale Fenerbahçe geht, das zum Leidwesen der Adler bereits satte elf Punkte Vorsprung hat. „Wir müssen dieses Spiel gewinnen. Wenn wir noch aufholen wollen, müssen wir ohnehin jedes Spiel gewinnen“, macht Çalımbay während einer kurzen Medienrunde im Vorfeld der Mittwochseinheit deutlich.

Mit dabei im Training, wenn auch nur einen Teil mit der Mannschaft absolvierend, sind wieder Eric Bailly und Rachid Ghezzal. Den Abwehrchef setzte eine Oberschenkelzerrung zuletzt außer Gefecht, den algerischen Flügelspieler schmerzten die Adduktoren. Ob die beiden Stammkräfte eine Option für das Derby seien, werde man „erst kurz vor dem Spieltag“ entscheiden, so Çalımbay. Bei Valentin Rosier (Ferse) und Arthur Masuaku (Oberschenkel) warte man indes noch auf grünes Licht der medizinischen Abteilung. Für beide dürfte es Stand jetzt aber eher knapp als rechtzeitig werden.

„Verletzungen dürfen keine Entschuldigung sein“, schickt Çalımbay etwaiger Suchen nach Ausreden im Falle eines nicht erfolgreichen Derbyausganges schon mal Vorweg. Der Erfolgsdruck ist den „Schwarzen Adler“ durchaus anzumerken vor diesem Erzrivalenduell, das für Beşiktaş zur Unzeit kommt. Noch immer liegt ein dunkler Schleier über dem Dolmabahçe-Palast, ausgelöst durch die schallende 0:5-Niederlage gegen Brügge. Mit dem zuletzt mühsamen Punktgewinn in Ankara hat sich die schwer in der Kritik stehende Mannschaft nur bedingt rehabilitiert. Gemessen wird sie viel mehr an der Leistung am Samstag gegen Fenerbahçe.