Im nächsten Sommer läuft der Vertrag von Galatasarays Linksverteidiger Yūto Nagatomo aus. Nach Stand der Dinge wird der Kontrakt des 33-jährigen Japaners nicht verlängert. Als ablösende Verstärkung sollen die „Löwen“ die Fühler bereits nach Ricardo Rodriguez vom AC Mailand ausgestreckt haben.

Wenn Galatasaray in der laufenden Saison kritisiert wurde, dann drehte es sich meistens um die Offensivabteilung, die in zahlreichen Partien der neuen Spielzeit einiges schuldig blieb. Doch auch in der Defensive zeigt der türkische Rekordmeister Schwächen. Als einer der Stellschrauben, die es in Zukunft zu drehen gilt, wurde dabei die Linksverteidiger-Position ausgemacht. Yuto Nagatomo ist dort seit geraumer Zeit gesetzt, doch spürte in jüngster Vergangenheit verstärkte Kritik der Anhänger. Trainer Fatih Terim stellte sich bis eilen immer hinter den 121-fachen japanischen Nationalspieler. Doch beim vergangenen Gastspiel in Gaziantep setzte der „Imperator“ anstatt Nagatomo Emre Taşdemir auf links hinten – mit Erfolg; Galatasaray gewann souverän mit 2:0. Mittlerweile ist Nagatomo nicht mehr unumstritten und sein auslaufender Vertrag im nächsten Sommer eine passende Gelegenheit zur Umstrukturierung in der Defensive.

Rodriguez hat Stammplatz in Mailand eingebüßt

Türkischen Medienberichten zufolge habe Galatasaray Milans Ricardo Rodriguez als Nachfolger auserkoren. Der Schweizer, der auch für seine Gefährlichkeit bei Standards bekannt ist, kam in dieser Spielzeit erst in vier von zwölf möglichen Serie A-Spielen zum Einsatz. Ein baldiger Abgang scheint somit vorstellbar. Der türkische Rekordmeister sähe sich im Falle bevorstehender Verhandlungen aber großer Konkurrenz gegenüber: Vor einigen Wochen wurde bereits über ein Interesse seitens Borussia Dortmund sowie deren Revier-Rivale Schalke 04 an Rodriguez berichtet.

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