Galatasaray hat mit einem 2:1-Sieg über Konyaspor die Tabellenführung verteidigt. Nach frühem Rückstand durch Moke drehten Gomis und Gümüş die Partie in der zweiten Halbzeit.

Nach dem Motto „Never change a winning team“ begann Galatasaray mit exakt jener Elf, die vor Wochenfrist mit einem 7:0-Sieg bei Karabükspor für einen Paukenschlag sorgen konnte.

Galatasaray wird früh geschockt

Mit der ersten Chance des Spiels gingen die Gäste in Führung: Nach einem Freistoß von Volkan Şen tauchte Wilfred Moke (2.) völlig freistehend am Fünfer der Terim-Elf auf und nickte im Fallen zum frühen 1:0 aus Konya-Sicht ein.

Die Gastgeber zeigten sich zunächst geschockt und fanden keine Mittel, Konyaspor vor ernsthafte Probleme zu stellen. Erste Annäherungen über die Flügel durch Mariano (9.) und Nagatomo (15.) verpufften ergebnislos.

Gomis vergibt vom Punkt

Dennoch sollte es kurze Zeit später die große Chance zum Ausgleich geben. Nach Handspiel von Selim Ay entschied Schiedsrichter Halil Meler auf Strafstoß für Galatasaray. Gomis (19.), der in den letzten beiden Begegnungen sieben Treffer erzielen konnte, scheiterte jedoch an Gäste-Torwart Kırıntılı. Wenig später verfehlte auch Rodrigues (22.) das Konyaspor-Tor, sodass die Führung der abstiegsbedrohten Gäste zunächst einmal Bestand hatte.

Und doch zog sich die Schlinge für Konya immer weiter zu. Zeitweise hatten die Gäste Schwierigkeiten die eigene Hälfte zu verlassen, jedoch ohne klare Torchancen zuzulassen. Und so blieb ein Feghouli-Schuss (41.) die letzte nennenswerte Offensivaktion der Gastgeber im ersten Durchgang. Auf der Gegenseite hätten Konya aber durchaus erhöhen können, doch Sen (44.) scheiterte an Muslera.

Terim reagiert zur Pause

Mit zwei Wechseln kam Galatasaray aus der Pause: Für Ryan Donk und Mariano kamen Martin Linnes und Sinan Gümüş. Am Spiel selber änderte sich zunächst aber wenig. Galatasaray fand schlicht nicht die richtigen Mittel, um Konya vor richtige Probleme zu stellen. Erst ein Gomis-Schuss (55.) sorgte wieder für Gefahr, allerdings war Kırıntılı erneut zur Stelle. Wenig später verfehlte der Franzose (62.) das Tor nach Belhanda-Vorlage.

Und dann war Gomis (70.) doch zur Stelle: Nach Flanke von Gümüş konnte der wuchtige Stürmer Galatasaray für die Leistungssteigerung der vorherigen Minuten belohnen und per Kopf für den umjubelten Ausgleich sorgen. Galatasaray blieb nun dran – und erneut Gomis (73.) hatte nach Zusammenspiel mit Belhanda die nächste Chance.

Konya verteidigt geschickt – Galatasaray mit „Lucky Punch“

Die spektakulären Chancen blieben aber weiter Mangelware. Auch ein İnan-Schuss (83.) verfehlte den Kasten. Kurz darauf zog Terim mit Ahmet Yılmaz Çalık seinen letzten Joker. Doch so wirklich lag ein Treffer im Grunde nicht in der Luft. Und so brauchte es schon einen Geniestreich von Sinan Gümüş, der per Seitfallzieher nach Nagatomo-Flanke sehenswert auf 2:1 für Galatasaray stellte.

So gewann Galatasaray nach hartem Kampf gegen Konya, ohne jedoch zu glänzen. Doch auch solche Spiele müssen eben gewonnen werden, will man im engen Meisterschaftsrennen am Ende das bessere Ende für sich haben.