Im kleinen Stadtduell gegen Kasımpaşa ging es für Fenerbahçe darum, den Abstand zur Konkurrenz zu verringern. In einer ordentlichen ersten und einer langweiligen zweiten Halbzeit erledigten die "Kanarienvögel" ihre Aufgabe souverän aber glanzlos.

Trainer Erol Bulut musste dazu seine Startelf mal wieder gehörig durcheinanderwürfeln. Vor Keeper Altay verteidigten Nazim, Tisserand, Gustavo und Ersatzlinksverteidiger Sadık, Rückkehrer Ozan und Mert Hakan bildeten die Mittelfeldzentrale und in der Offensive sollten Valencia, Pelkas, Sinan und Thiam für Torgefahr sorgen.

Nach einer kurzen Phase des Abtastens ging dieser Plan auf. Mert Hakan schlug unbedrängt einen hohen Ball in den Strafraum, Pelkas setzte sich im Kopfballduell durch und Thiam schweißte den Abpraller gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber ins Netz (14.). Nur wenige Minuten später forderten die "Kanarienvögel" Elfmeter, doch da Sinan ein wenig zu früh abgesprungen war, griff der VAR nicht ein. Auch wenn längst nicht jeder Angriff klug zu Ende gespielt wurde, war doch auffällig, wie variabel sich die Gäste in der Offensive präsentierten. Gerade Thiam, Pelkas und Sinan wechselten immer wieder die Positionen und stellten so die gegnerischen Verteidiger vor Aufgaben. Gleichzeitig verlegte sich Kasımpaşa aufs Kontern und bereitete dem Favoriten so nur wenige Probleme. Den Rest räumte das Abwehrbollwerk Tisserand/Gustavo rigoros ab. Die Belohnung folgte in der Nachspielzeit: Mit einem simplen Heber setzte Pelkas die gegnerische Defensive matt und der gestartete Thiam blieb erneut eiskalt (45.+1). So ging es mit einer komfortablen Führung in die Pause.

Kaum Höhepunkt in Hälfte zwei

Der zweite Durchgang bot dann vor allem Magerkost. Kasımpaşa hatte sich mittlerweile besser auf die Gegner eingestellt und ließ sich nicht mehr überrumpeln. Gleichzeitig blieb der 13. der Süper Lig nach vorne weiterhin zu passiv. Die Gäste wiederum spielten ihre Angriffe nicht mehr konzentriert aus und verloren so oftmals in vielversprechenden Situationen den Ball. Nach 68 Minuten hatte Bulut genug gesehen und brachte Sosa für Mert Hakan und kurze Zeit später Rückkehrer Samatta für Valencia. Geburtstagskind Gökhan Gönül blieb hingegen auf der Bank. Es dauerte bis kurz vor Schluss, dann allerdings konnte der Favorit endlich die Entscheidung herbeiführen. Die Gastgeber verloren den Ball in der Vorwärtsbewegung, Ozan schickte den eingewechselten Ferdi Kadıoğlu und der Youngster blieb souverän vor dem Kasten (87.).