Wie durch Sportereignisse internationale Freundschaften entstehen

Sportliche Veranstaltungen schaffen nationale und internationale Beziehungen, seit Jahrzehnten werden diese genutzt, um nationale Überlegenheit auf dem Sportplatz, aber auch Freundschaft und Kameradschaft zu zeigen.

Längst hat man erkannt, dass internationale Sportereignisse und -turniere für den Aufbau internationaler Beziehungen wichtig sind und werden deshalb auch genau dafür genutzt.

Die Geographie und Politik des Sports

Die Aufteilung von Ländern, um in regionalen Turnieren zu spielen, haben gezeigt, dass politische Ereignisse wie der jüngste Brexit zwar Auswirkungen auf die Gesetzgebung haben und das Gefüge der europäischen Gesellschaft verändern, aber dass das Vereinigte Königreich zu Europa gehört, das ist immer noch eine Selbstverständlichkeit. Geografisch gesehen bleibt Großbritannien Teil von Europa und wird weiterhin an europäischen Sportereignissen, Ligen und Turnieren teilnehmen. Es ist diese Inklusivität, die die Teilnahme antreibt und alle europäischen Nationen dazu ermutigt, ihre Nationalmannschaften zu unterstützen.

Von Island bis Kasachstan ist Europa sehr vielfältig, und es ist wichtig, Verbindungen zwischen den verschiedenen und zahlreichen Kulturen zu schaffen, die in dieser geografischen Ausdehnung enthalten sind. Eine sehr gute Möglichkeit ist die Einbeziehung möglichst vieler europäischer Länder in sportliche Großveranstaltungen.

Ein gutes Beispiel ist die kommende Fußball Europameisterschaft 2020, die es seit 1960 gibt und die eine bemerkenswerte Entwicklung genommen hat. So wie sich Europa verändert hat und gewachsen ist, so hat sich auch das Turnier verändert. Es umfasst mittlerweile 55 teilnahmeberechtigte Mannschaften, wovon etwa 24 bei der Endrunde dabei sind. Sie wird zudem von mehr Menschen verfolgt als jeder andere Fußball auf der Welt, abgesehen vom Finale der Weltmeisterschaft. Das Turnier dient immer wieder dazu, Freundschaften zwischen den Sportnationen sowie Spielern und Fans aufzubauen.

Internationaler Sport und nationale Kulturen

Es ist nicht zu unterschätzen, wie stark ein internationales Sportereignis die öffentliche Wahrnehmung eines Landes verändern kann. Das Streben nach Spitzenleistungen auf dem Sportplatz führt bei den Teilnehmern dazu, Respekt zu zeigen und so die Menschenwürde aller Beteiligten zu wahren.

Von den Spielern auf dem Feld über die Art und Weise, wie sie die Entscheidungen des Schiedsrichters akzeptieren und befolgen, bis hin zum Verhalten der Fans – all das trägt wesentlich dazu bei, wie das Land international gesehen wird.

Zudem trägt dies zur Bildung der Marke eines Landes bei. Die Marke eines Landes ist der eines Unternehmens sehr ähnlich, und wenn sie einmal in der Populärkultur und der Mentalität der Massen verankert ist, lässt sie sich nur sehr schwer wieder auslöschen.

Aus der Perspektive des Nation-Building ist es daher wichtig, diesen Effekt immer im Auge zu behalten. Die Art und Weise, wie sich ein Land bei den internationalen Spielen präsentiert, ist sehr ähnlich zu der Art und Weise, wie es allgemein gesehen wird.

Hooligans vergangener Jahre wurde zum Beispiel mit Fußball-Fans aus bestimmten Ländern in Verbindung gebracht und begann eine Zeit lang, das internationale Image des Sports zu beeinträchtigen.

Große Sportereignisse wie die Olympischen Spiele, die Fußballweltmeisterschaft und die Europameisterschaft sind wichtig, um allen Ländern die gleiche Gelegenheit zu geben, ihren Nationalstolz zu zeigen und den Fans zu ermöglichen, zur Unterstützung ihrer Nationalmannschaften zusammenzukommen.

In diesem Jahr wird es viel mehr virtuelle Räume und Orte im Freien geben, um die Spiele zu verfolgen, aber das sollte nicht von der Tatsache ablenken, dass Fußball und Sport im Allgemeinen eine großartige Möglichkeit ist, Menschen zusammenzubringen.