Der Vertrag von Bayern-Coach Hansi Flick läuft noch bis zum 30. Juni 2023. Doch nur die wenigsten glauben, dass der 56-Jährige dann noch beim Rekordmeister auf der Trainerbank sitzt. Das Zerwürfnis mit Sportvorstand Hasan Salihamidžić scheint zu tief, als dass es sich noch einmal überbrücken ließe.

Nach dem Aus in der Champions League gegen Paris Saint-Germain hielt Flick auf der Pressekonferenz einen rund fünfminütigen Monolog, den viele bereits als Abschiedsrede deuteten. Dort wies er noch einmal auf seinen laufenden Vertrag hin, doch wörtlich teilte er mit, dass auch er sich immer Gedanke mache, wie es weitergehen könnte. Dabei sprach er auch den Bundestrainer-Job an, der nach der EM im Sommer frei wird. Dort herrsche ein anderer Rhythmus. Erfahrung mit der Nationalmannschaft besitzt Flick zur Genüge. Schließlich arbeitete er acht Jahre an der Seite von Jogi Löw. Erfahrung und Kompetenz helfen ebenfalls auf casinogutscheincodes.de.

Noch in der vergangenen Saison hatte Flick mit den Bayern sechs Trophäen an die Säbener Straße geholt. Die Titelverteidigung ist mit fünf Punkten Vorsprung vor RB Leipzig noch nicht sicher. Im DFB-Pokal und in der Champions League schauen die Münchener nur noch zu. Doch für den größten Frust sorgt der Zwist zwischen Trainer und Sportvorstand. Schon Flicks Vorgänger Niko Kovač beklagte sich, dass er nicht die Spieler bekommen habe, die er gerne in seiner Mannschaft gesehen hätte. Namentlich nannte er Timo Werner, Ante Rebić und Kevin Vogt. Auch Hansi Flick plädierte für einen Transfer Werners, musste jedoch Leroy Sané akzeptieren. Da Hasan Salihamidžić häufig allein über Neuzugänge und Abgänge entscheidet, sind weitere Konflikte vorprogrammiert.

Die eleganteste Lösung für alle Beteiligten wäre ein klarer Schnitt im Sommer. Eine fruchtbare Zusammenarbeit von Hansi Flick und Hasan Salihamidžić ist nur schwer vorstellbar. Das Hauptziel des FC Bayern muss es sein, dass sich alle Beteiligten bis zum Ende dieser Saison zusammenraufen. Sonst droht noch der Verlust sämtlicher Titel. "Sky"-Experte Lothar Matthäus geht davon aus, dass Flick und Salihamidžić in der nächsten Saison nicht mehr zusammenarbeiten werden. Er ist sich sicher: "Es muss und wird einer gehen." Da ein Abschied des Sportvorstandes nicht sehr wahrscheinlich ist, könnte Flick zum DFB zurückkehren und dort Jogi Löw beerben.
Ob Hansi Flick die Bayern im Sommer verlässt, hängt nicht zuletzt an der erfolgreichen Suche nach einem Nachfolger. Der von vielen gehandelte Julian Nagelsmann erklärte bereits, in Leipzig einen Vertrag bis 2023 zu besitzen – und zwar ohne Ausstiegsklausel. Einen öffentlichen Kampf wolle er nicht, so Nagelsmann.