Was wäre Fußball ohne die spektakuläre Süper Lig? Die Covid-Pandemie hat den Fans der Liga die Antwort auf schmerzvolle Weise gegeben. Das war 2020. Der Spielbetrieb kam zum Erliegen und die Fans blieben geschockt und fassungslos zurück. Die erste Schockstarre ist mittlerweile überwunden und das Resultat lautet: Ohne die Süper Lig ist zwar die Welt nicht untergegangen, aber das Fanleben während der Zwangspause war einfach nicht das, was es sonst immer war. Tapfer haben Fans versucht, das Beste aus der Situation zu machen. Sie haben andere Hobbys gefunden, die Zeiten der Quarantäne durchgestanden. Viele behalten die neu gefundenen Freizeitbeschäftigungen bis heute bei und spielen beispielsweise mit Ice Casino 25 Euro Bonus ohne Einzahlung. Das ist auch gut und richtig so. Trotzdem atmen alle gemeinsam auf: Die Zeit der Fußball-Abstinenz ist ausgestanden und wir haben die wieder, die Süper Lig. Und was machen die Meister?

Eine Liga mit Tradition

Seit der Geburtsstunde der Süper Lig sind nun schon einige Jahre ins Land gezogen. 2001 war es, dass die Süper Lig aus der Taufe gehoben wurde. Bis das geschah, wurde in der Türkei natürlich auch schon Fußball gespielt, aber immer wieder wurde die Meisterschafts-Liga geändert und bekam einen neuen Namen. Dieses Phänomen lässt sich bis in das Jahr 1924 zurückverfolgen. Die damaligen Meisterschaften werden aber vom TFF nicht anerkannt und zählen nicht. Schade eigentlich! Aber zum Glück wurde alles über die Türkiye Futbol Şampiyonası gut dokumentiert und somit wissen wir auch noch heute, wer in den Jahren 1924 bis 1951 den Fußball dominierte.

Im Jahre 1937 kam eine weitere Nationalliga hinzu, die Millî Küme. Da zwischen 1940 und 1950 beide Ligen zugleich existierten, konnte es vorkommen, dass zwei Landesmeister parallel existierten. In den Jahren 1952 bis 1956 wurde es auf Landesebene ruhig, es gab keine großen Meisterschaften. Richtig spannend wurde es dann erst wieder mit der Gründung der Millî Lig im Jahre 1959, aus der im Jahre 1963 die 1. Lig gemacht wurde. Die Süper Lig, auf die wir uns inzwischen Saison für Saison freuen, gibt es unter diesem Namen seit 2001. Tatsächlich existiert sie aber seit 1959 und durchlief seitdem die genannten Namensänderungen.

Die Meister – wir kennen sie alle

Die Süper Lig ist berühmt dafür, dass man sich die potentiellen Meister im Prinzip an drei Fingern ausrechnen kann. Wer sich auch nur ein kleines bisschen mit der Liga vertraut gemacht hat, weiß: Seit Anbeginn dominieren drei Teams die türkische Meisterschaft. In diesem Artikel sollte ursprünglich eine Tabelle mit den Süper Lig-Siegern seit 1959 stehen, aber ganz ehrlich, eine solche Übersicht würde beinahe aussehen wie ein witziges Suchspiel oder Augentraining, ganz nach dem Motto: "Finden Sie die Mannschaft, die nicht Fenerbahçe, Beşiktaş oder Galatasaray ist". Damit wären die drei üblichen Verdächtigen auch schon aufgezählt. Die drei Mannschaften, allesamt aus Istanbul, begannen mit Entstehung der Liga, sich den Pokal hin- und herzureichen. Den ersten Sieg holte sich Fenerbahçe unter dem berühmten Trainer Ignác Molnár. Beşiktaş folgte im Jahr danach und wurde unter der Leitung des Trainers András Kuttik Süper Lig Meister. Der Sieg wurde in der nächsten Saison an Fenerbahçe zurückgepasst, bevor dann der Dritte im Bunde, Galatasaray mit Hilfe des legendären türkischen Trainers Gündüz Kılıç 1961/62 den Sieg verzeichnete. So ähnlich ging es dann immer weiter – 17 Jahre vergingen, bis überhaupt ein weiteres Team wieder in die Nähe des Siegertreppchen gelangte.

Wie ein Wunder – das Muster wird durchbrochen

In der Saison 1975/76 geschah etwas Unfassbares – die riesigen Fangemeinden der "fantastischen Drei" wischten sich verwundert die Augen. Kein Wunder, nach fast zwei Jahrzehnten. Mittlerweile war es fast schon zur Gewohnheit geworden, dass der Siegertitel nach Istanbul ging. Trabzonspor, der bislang noch nicht einmal unter die Top 3 der vergangenen Süper Lig Saisons gelangte, besiegte Fenerbahçe, während sich Galatasaray auf dem dritten Rang wiederfand. Und das, was für die verwöhnten Fans wie ein einmaliger Ausrutscher anmuten musste, sollte sich innerhalb der nachfolgenden acht Jahre weitere fünf mal wiederholen, erstmals sogar gleich 1976/77. Im Jahre 1984 geschah das zum bisher letzten Mal und wieder waren "die Drei" am Ball. Das große Aufatmen wurde erst wieder über 30 Jahre später, nämlich in der Saison 2009/10, unterbunden. Bursaspor war dieses Mal der "Übeltäter" und durchbrach den gewohnten Trott. Dieser ruhmreiche Sieg blieb für das Team bislang ein Einzelfall und wiederholte sich nicht mehr.

In jüngster Zeit ist das Unglaubliche wieder geschehen

Istanbul Başakşehir FK gewann in der Saison 2019/20 den Titel von Galatasaray und verwies Trabzonspor auf den zweiten Platz. Die Galatsaray-Fans können es bis heute nicht fassen. Der mit 22 Meistertiteln ausgezeichnete Rekordsieger der Süper Lig wurde nicht etwa von den beiden Hauptkonkurrenten vom Thron gestoßen, sondern von einem "Neuankömmling". Eine Ausnahme? Das wird sich noch zeigen. Die Stadt Istanbul ist offensichtlich eine Talentschmiede und hat bereits drei Serienmeister für die Süper Lig aufgezogen. Ob mit der Mannschaft Istanbul Başakşehir FK aus dem Trio ein Quartett werden könnte?