In der diesjährigen WM-Qualifikation ließ sich die Türkei bislang nicht lumpen. Eine neue Generation ist am Zug und sie gibt alles! Die Begeisterung schlägt nicht nur bei den eigenen Fans Wellen, sondern sie reicht weit darüber hinaus bis in die deutschen Feuilletons. Der 1. Spieltag endete mit einem saftigen 4:2 gegen die Niederlande, am 2. Spieltag folgte das 3:0 im Duell gegen Norwegen. Das Remis gegen Lettland am 3. Spieltag lässt sich dagegen schon fast als Ausreißer werten. So pirscht sich die Türken-Elf aus der "Todesgruppe" Staffel G nach oben.

Die FIFA-Weltmeisterschaft ist für den Sommer 2022 in Katar angesetzt. Nach 20 Jahren Pause erobert sich die Türkei jetzt vielleicht wieder einen Platz im fußballerischen Weltgeschehen, das neue Team zeigt jedenfalls mächtig Biss. Direkt im ersten Spiel war es der dreifache Vize-Weltmeister, der sich ihr entgegenstellte: Die Niederlande schafften es 1974, 1978 und 2010 auf den begehrten zweiten WM-Rang und nehmen allein schon deswegen eine gewisse Favoritenrolle ein. Trotzdem schickte das Team von Bosporus die Holländer als Verlierer vom Platz, und das auch noch daheim im Atatürk-Stadion von Istanbul.

Zwei großartige Siege und ein Remis zum Beginn der Quali

Nur drei Tage darauf ging es zum Auswärtsspiel gegen Norwegen, das in der Gruppe ebenfalls zu den Überfliegern gehört. Bis zu diesem Zeitpunkt war es einer türkischen Nationalmannschaft noch nie gelungen, die WM-Quali mit zwei Siegen hintereinander zu beginnen. Doch nun geschah das Wunder und die Norweger schaffte nicht einmal einen einzigen Treffer, während die Türken dreimal das Leder im Netz ihrer Gegner versenkten. Dies weckte natürlich die Hoffnung auf einen Hattrick, entsprechend heiß fieberten die Fans dem Spiel gegen Lettland entgegen. Immerhin wurde das Spiel keine Niederlage, aber zu einem weiteren Triumph hat es leider doch nicht gereicht.

Die Karten im Fußball werden regelmäßig neu gemischt

Die offiziellen Vorhersagen für die weiteren Qualifikationsspiele sehen nicht schlecht aus, schließlich hat die neue Generation türkischer Fußball-Asse jetzt gezeigt, was sie kann Für Wettfreunde lohnt es sich stets aktuelle Wett Tipps und Prognosen in die eigenen Überlegungen mit einzubeziehen, um nah am Puls der Zeit zu sein. Denn merke: Was im Sport eben noch galt, kann gleich darauf schon wieder Geschichte sein. Eine Fußball-Nation, die es zuletzt 1954 und 2002 bis zur WM schaffte, sollte niemals leichtfertig abgeschrieben werden. Eine spektakuläre Rückkehr ist jederzeit möglich, vor allem, nachdem die Karten mindestens einmal komplett neu gemischt wurden. Das gilt selbstverständlich auch für die türkische Nationalmannschaft, wie wir aktuell sehen.
Der steile Weg nach oben bei der WM 2002
2002 in Südkorea lag sogar eine WM-Durststrecke von fast fünfzig Jahren hinter der Elf, doch die damaligen Stars wie Ilhan Mansız, Hakan Şükür (heute FETÖ-Bekenner) und Hasan Şaş brachten ihre Mannschaft bis ins Halbfinale. Erst Weltmeister Brasilien gelang es, die Türken auf ihrem steilen Weg nach oben zu stoppen. Das kleine Finale entschied das Team von Bosporus dann wieder für sich und verwies damit Gastgeber Südkorea auf den vierten Platz, um sich selbst auf dritter Position niederzulassen. In diesem denkwürdigen Aufeinandertreffen gelang Hakan Sükür der schnellste Treffer aller Fußballweltmeisterschaften: Er versenkte das Leder 11 Sekunden nach dem Anpfiff im Netz. Bis heute blieb sein Rekord ungeschlagen.

Zurück in die Gegenwart: Wie stehen die Chancen?

Damals trainierte Şenol Güneş das erfolgreiche Team – und fast 20 Jahre später ist der Mann hinter den Kulissen noch immer derselbe. Heute kombiniert er seine Mannschaft aus den besten Süper-Lig-Spielern und Legionären, die er finden kann. Laut Kapitän Burak Yılmaz spielt Angst im Team keine Rolle, nicht einmal vor Erling Haaland: "Wir verfügen über großartige Abwehrspieler und fürchten uns vor niemandem. Wir hatten noch nie Angst vor irgendwem." Die Defensive steht wie eine Eins, das hat uns die Qualifikation bis jetzt gezeigt. Kaan Ayhan, Ozan Kabak und Çağlar Söyüncü sorgen dafür, dass die Angriffe des gegnerischen Teams meist im Sand verlaufen, sogar wenn sie von großen Torjägern kommen.

Foto: wikimedia.org

Mit Entschlossenheit und Spielstärke zum Ziel? 

Kapitän Yılmaz gibt sich angesichts dieser starken Rückendeckung nicht mit Kleinigkeiten zufrieden: "Ich will unbedingt, dass wir uns für die Weltmeisterschaft qualifizieren", sagt er. Selbst zeigt er eine hervorragende sportliche Leistung, sodass seine Mitspieler ein gutes Vorbild vor Augen haben. Die Zeichen stehen deshalb nicht nur auf Sturm, sondern sie weisen auch Richtung Erfolg. Im globalen Fußball hat sich die Türkei jedenfalls wieder ihren Platz erobert, jetzt gilt es nur noch, diesen bestmöglich auszubauen. Der erste WM-Sieg wäre in diesem Sinne ein Traum, doch einer, der unter bestimmten Umständen Wirklichkeit werden könnte.

Foto: pixabay.com