Der aktuelle Nationaltrainer Jogi Löw hat bekanntermaßen Anfang März seinen Rücktritt bei der Nationalmannschaft bekannt gegeben. Das war zu diesem Zeitpunkt schon eine große Überraschung, mit der wohl selbst die meisten Fußballexperten nicht gerechnet haben. Der Rücktritt wird übrigens nach der Austragung der Europameisterschaft erfolgen. Bei diesem Turnier gehört Deutschland sicher zum erweiterten Favoritenkreis, auch wenn bei den EM 2021 Favoriten quoten andere Nationalmannschaften noch höher gehandelt werden. Bundestrainer Löw möchte bei dieser Europameisterschaft unbedingt noch einmal ein gutes Turnier mit der DFB-Elf spielen und im Idealfall mit einem weiteren Titel die Aufgabe bei der Nationalmannschaft zu einem erfolgreichen Ende bringen.

Jogi Löw erleidet Rückschlag in WM-Qualifikation

Nach der Bekanntgabe des Rücktritts wurde es für den Bundestrainer zuletzt in der Qualifikation für die WM 2022 ernst. Hierbei verlief der Start aus Sicht der deutschen Nationalmannschaft zunächst erfolgreich. Schließlich konnte sich die Mannschaft zunächst gegen Island im ersten Qualifikationsspiel locker mit 3:0 durchsetzen. Anschließend tat sich die Mannschaft in Bukarest gegen Rumänien zwar deutlich schwerer, konnte sich aber dank eines Treffers von Serge Gnabry unterm Strich mit 1:0 durchsetzen und weitere Punkte auf dem Weg nach Katar einsammeln. Einen peinlichen Ausrutscher leistete sich die Mannschaft von Jogi Löw jedoch anschließend im Heimspiel gegen Nordmazedonien. Gegen den krassen Außenseiter ging die DFB-Elf viel zu leichtfertig mit ihren Torchancen um und leistete sich in der Abwehr so manchen Schnitzer. Das führte dann unterm Strich zu einer peinlichen 1:2-Niederlage für den Weltmeister von 2014. Wobei es auch für andere Nationen Rückschläge in der Qualifikation gab.

Löw will bei der EM noch einmal glänzen

Nach den Spielen in der WM-Qualifikation muss Bundestrainer Löw vor allem die Pleite gegen Nordmazedonien ganz schnell abhaken und den Fokus auf die anstehende Europameisterschaft richten. Bei dieser Endrunde, die eigentlich schon im letzten Jahr ausgetragen werden sollte, will Jogi Löw sich zu gerne mit einem weiteren Titel nach der WM 2014 von der Nationalmannschaft verabschieden.

Allerdings muss sich Deutschland noch enorm verbessern, wenn man tatsächlich bei diesem Turnier eine realistische Chance auf den Gewinn der Europameisterschaft haben will. Schon allein in der Gruppenphase wird sich die DFB-Elf mächtig ins Zeug legen müssen, wenn man im ersten Schritt auf dem Weg zum Titelgewinn zunächst das Achtelfinale erreichen will.

Deutschland bei der EM mit Hammergruppe

Schließlich hat Deutschland diesmal nicht das sonst so häufige Losglück gehabt und eine unglaublich schwere Gruppe erwischt. Denn in der Gruppe F müssen die Deutschen nicht nur gegen den amtierenden Europameister Portugal, sondern auch noch gegen den aktuellen Weltmeister Frankreich antreten muss. Darüber hinaus steht für Deutschland auch noch ein Gruppenspiel gegen Ungarn auf dem Programm. Los geht es hierbei am 15. Juni mit dem Duell gegen die Franzosen und vier Tage später steht dann das Kräftemessen mit den Portugiesen auf dem Programm. Im letzten Gruppenspiel gegen die Ungarn will Jogi Löw dann unbedingt den Einzug in die nächste Runde perfekt machen. Zum Glück kommen am Ende der Gruppenphase wenigstens die beiden Erstplatzierten in die nächste Runde. Trotzdem muss Löw mit seiner Mannschaft bei der Europameisterschaft ein ganz anderes Gesicht zeigen, wenn man sich nicht wie schon bei der WM 2018 in Russland am Ende der Vorrunde aus dem Turnier verabschieden will.