In den Metropolen Deutschlands wurden in Sachen Ökologie große Fortschritte erreicht. Doch welche Städte sind am umweltfreundlichsten?

Die umweltfreundlichsten Städte in Deutschland

Insbesondere in den großen Städten Deutschlands wurde in den vergangenen Jahrzehnten das Thema Umwelt sträflich vernachlässigt. Es wurden Grünflächen vernichtet und dafür wurden Straßen und Wohnhäuser gebaut. Auch Schwerindustrie machte sich in den Metropolen breit. Insbesondere in Ostdeutschland war das Thema Umweltschutz nicht existent.

In den letzten Jahren hat sich allerdings einiges getan, nicht nur im Hinblick auf politische Einwirkungen auf die Verbesserung des Umweltschutzes, sondern auch die Menschen selbst sind diesem Thema gegenüber viel sensibler eingestellt als noch vor 30 oder 40 Jahren. Da hatte insgesamt natürlich einen positiven Einfluss auf die gesamte Entwicklung. So schaut man nicht nur darauf, welches das beste Online Casino oder das billigste Bier ist, sondern blickt auch über den Tellerrand hinaus und verlässt mitunter die eigene Komfortzone.

Doch woran lässt es sich messen, wie umweltfreundlich eine Stadt ist? Dafür gibt es mehrere Kriterien. Diese sind in Kategorien unterteilt und werden entsprechend bewertet. So wird darauf geschaut, wie viele Gebäude es gibt und wie diese beschaffen sind. Die Energieeffizienz ist ein weiterer Faktor, der in die Bewertung miteinfließt. Weitere Punkte sind Emissionen, CO2 Emissionen, Verkehrslage und Energieeffizienz.

Der Green City Index oder die Vorbildfunktion deutscher Großstädte

Der erste Eindruck, den man in einer Stadt erhält, ist, dass sie auf den ersten Blick nicht gerade geeignet ist, um vom Umweltschutz zu sprechen. Doch bei genauerer Betrachtung und nach Analyse der relevanten Daten ergibt sich, dass die deutschen Städte besser sind als ihr Ruf im vergleich zu anderen europäischen Großstädten.

Im Rahmen des Green City Index erfolgte die Untersuchung von 41 Ballungszentren, darunter auch 12 Großstädte. Diese ergab, dass deutsche Städte im Hinblick auf Recycling, Wasserverbrauch und -qualität, Strategien für den Umweltschutz und energieeffizienten Gebäuden beim europäischen Vergleich überdurchschnittlich gut abschneiden. Dies sind nicht zuletzt die Resultate jahrzehntelanger Politik der Nachhaltigkeit. Doch auch die Einwohner der Städte legen immer mehr Wert auf ein umwelttechnisch qualitatives Umfeld.

Die Ergebnisse der Green City Index Untersuchungen

Was den Ausstoß von CO2 betrifft, liegt die Hauptstadt Berlin mit nur 5,6 Tonnen pro Kopf an der Spitze in puncto Umweltfreundlichkeit. Doch generell gibt es in deutschen Metropolen hohe CO2 Werte, denn die Energieversorgung basiert zum großen Teil immer noch auf Kohle.

Im Hinblick auf die Produktion von Abfällen liegt die Stadt Bremen an erster Position und kann als Paradebeispiel angeführt werden. Auch gibt es in Bremen einen sehr niedrigen Wasserverbrauch. Übrigens hat Bremen das drittlängste Radwegnetz Deutschlands.

Bei einem Blick auf die Ergebnisse in Hamburg zeigt sich, dass die Stadt den höchsten Anteil an umweltfreundlichen Berufspendlern aufzuweisen hat. Überaus viele Menschen gehen entweder zu Fuß zur Arbeit oder fahren mit dem Rad. Ein weiterer Pluspunkt geht an die Hansestadt wegen der Entwicklung von Parkanlagen.

Wenn es um den Verbrauch von Energie geht, hat Hannover die besten Noten, denn dort liegt der Verbrauch ein Drittel unter dem Schnitt im Vergleich zu ganz Europa. Das gilt übrigens auch für viele weitere deutsche Städte. Auf das ganze Bundesgebiet umgelegt verbrauchen die Städte hierzulande 20 Prozent weniger Energieressourcen als anderswo in Europa. Hannover liegt auch ganz vorn bei der Bewertung der alternativen Verkehrsmittel. Dort gibt es die meisten Strecken für Fahrräder, Busse und Bahnen.

Erneuerbare Energien liegen in Frankfurt ganz vorn. Auch werden dort alternative Verkehrsmittel am häufigsten genutzt. 64 Prozent der Einwohner nutzen entweder öffentliche Verkehrsmittel oder aber fahren mit dem Rad. Insgesamt nutzen nur noch 50 % der Deutschen den Privatwagen, um zur Arbeit zu fahren.

Dortmund gilt übrigens als die grünste Stadt in Deutschland. Dort sind 63,3 Prozent der Stadt begrünt. Weltweit ist Dortmund die viertgrößte Stadt. Und künftig soll es noch mehr grüne Oasen geben. In der Stadt gibt es derzeit 500 Hektar Park- und Grünanlagen. 150.000 Bäume bevölkern die Straßen, die das Klima der Stadt positiv beeinflussen. Auch für die Lebensqualität ist dies von Vorteil. Es ist wünschenswert, dass auch andere Städte dem guten Beispiel folgen.

Wie wird es sich künftig entwickeln?

Diese Frage scheint berechtigt, denn bereits heute leben drei Viertel der Menschen in Deutschland in den Ballungszentren und bis zum Jahre 2050 soll sich der Anteil um weitere 10 Prozent erhöhen. Daher muss das Augenmerk besonders auf den Großstädten liegen, wenn es um Fragen des Umweltschutzes geht.

Studien wie der Green City Index sind dabei besonders hilfreich, wenn die Kommunen wichtige Entscheidungen zu treffen haben, die auch für die Umwelt Konsequenzen nach sich ziehen könnten.