Viele Fußballtalente aus Deutschland stehen früher oder später vor der Frage: Welches Team soll es werden? Spieler mit türkischen Wurzeln haben mittlerweile die Qual der Wahl. Längst weiß der Deutsche Fußballbund um die Fähigkeiten der Deutschtürken. Der Wettbewerb um die größten Talente wird immer heftiger. Manch ein Spieler lässt sein Herz entscheiden, bei anderen geht es rein ums Geschäft. Wir haben uns die aktuellen Entwicklungen und einige der bedeutendsten Talente der letzten Jahre genauer angesehen.

Sahin entschied sich damals für die Türkei

Nuri Şahin hatte sicher kein Integrationsproblem. Die deutsche Mannschaft zeigt bis heute, wie Multikulti funktioniert. Wenn Özil aufs Tor zustürmte, jubelten die Massen – und das in ganz Deutschland. Sahins Weg führt dagegen zurück in die Türkei. Löw fand dies natürlich schade, musste die Entscheidung aber akzeptieren. Tat er auch, und lobte das große Talent des Spielers. Sahin ist ein gutes Beispiel für einen talentierten Spieler, der die Seite wechselte. Mittlerweile ist er aus der türkischen Nationalmannschaft zurückgetreten.

Kampf um die besten Talente geht weiter

Rund 200.000 Türken spielen in Deutschland. Und um einige der besten Spieler kämpft man in den Vereinen. Auch Spieler, die einen Migrationshintergrund haben, sollen ihren Platz finden. Sie werden mitunter in die Talentförderprogramme aufgenommen, um den bestmöglichen Start zu haben.

Insgesamt ist in den letzten Jahren ein deutlicher Umschwung zu vernehmen gewesen. Das war auch nötig, denn andernfalls hätten sich Talente wie Özil sicher nicht für die deutsche Mannschaft entschieden. Gleichzeitig brachte ihm das in der Vergangenheit viel Hass von den Türken ein, welche ihn immer wieder lautstark auspfiffen. Man betitelte ihn mitunter als Verräter. Es gibt wohl kaum einen Spieler, der in dieser Hinsicht so polarisierte: Die türkische Seite und der DFB haben kein Geheimnis daraus gemacht, dass sie beide um große Talente kämpfen. In der Vergangenheit gab es so einige deutsch-türkischen Talente, die sich für oder gegen Deutschland entschieden.

Deutsch-Türkische Spieler: Diese Talente entschieden sich für Deutschland

Im Jahr 2011 feierte Ilkay Gündoğan seinen Einzug in die A-Nationalmannschaft. Auch heute noch gehört er zu Jogis Mannschaft und aus dem Team nicht wegzudenken. Bei Emre Can fiel die Entscheidung ebenfalls auf Deutschland. Er gilt als besonders flexibel einsetzbar im Defensivbereich und war 2015 erstmal bei der A-Nationalmannschaft vertreten.

Außerdem wäre da noch Sudat Serdar. Joachim Löw hatte ihn 2019 nominiert. Und dann sorgte Yunus Malli für Schlagzeilen. Er spielte viele Jahre lang ohne Pause für den Deutschen Fußballbund. Im Jahr 2015 traf er dann aber eine lebensverändernde Entscheidung: Er ging in die Türkei. Dort nahm er bereits an über 20 Länderspielen teil und kickt für die türkische Nationalmannschaft. Oder nehmen wir Tolga Ciğerci: Erst spielte er für Deutschland, dann entschied er sich für die Türkei. Aktuell findet man ihn bei Fenerbahçe, einem Favoriten-Verein aus Istanbul.

All diese Beispiele zeigen, wie viele Emotionen hinter der Wahl des richtigen Vereins stecken. Einerseits betonen einige Spieler, dass die Perspektive einfach passen müsste – andere dagegen lassen wohl auch gern ihr Herz entscheiden. Fußball ist weit mehr als nur Kicken auf großem Feld. Talente werden gefördert, Integration vorangetrieben, große Gagen verteilt. Diskussionen über Diskussionen, werben um die besten Spieler – und seitens der Spieler eine größere Verbundenheit zum einen oder anderen Team. Und auch die Fußballfans interessieren sich nicht nur für die Leistungen der Spieler. Fußballer haben häufig eine ganz eigene Geschichte zu erzählen, kommen aus allen Teilen der Welt, wuchsen in Armut auf. Plötzlich dreht sich dann alles nur noch um die nächste Saison, Vereine reißen sich um die besten Talente. Transferfenster öffnen sich, Spieler werden hin- und hergeschoben – und nicht einmal die erfahrensten Buchmacher wissen dann noch, wohin die Reise gehen wird. Denn sogar auf den Bereich der Sportwetten hat der Kampf um deutsch-türkische Talente einen Einfluss: Verlässt ein Mesut Özil das Team, kann das alles verändern. Quoten verschieben sich (auch zu beobachten bei Vergleichsportalen wie https://neuecasinos24.com/echtgeld-casinos), Buchmacher ändern ihre Strategie.

Doch nicht nur für Buchmacher und Fans von Sportwetten geht es um große Summen, besonders für die Spieler und Mannschaften beginnt regelmäßig eine spannende Zeit, wenn die nächsten Vereinswechsel anstehen. Deutsch-türkische Spieler entscheiden dann bekanntermaßen entsprechend folgender Option: Entweder es geht ganz einfach ums Geschäft, oder das Gefühl bestimmt, was als nächstes passiert. Manchmal passt natürlich auch beides. Altintop sagte aber zum Beispiel ganz klar, dass er sich für Deutschland entschieden habe, weil er eine WM spielen wollte. Er wäre außerdem niemals bei Real Madrid gelandet, hätte er die Türkei gewählt. Es muss also gar nicht so kompliziert sein, der Geschäftssinn und Erfolgswille können ebenfalls bei der Entscheidung helfen.

Gleichzeitig gibt es immer wieder Diskussionen um die neue Generation von Talenten: Es geht um Deutschtürken, die in großen Städten wie Düsseldorf und Köln geboren wurden. Oder aus dem beschaulichen Ansbach kommen. Um sie alle wird fleißig geworben. Erdal Keser hat sich sogar zur Aufgabe gemacht, dem DFB so viele Talente wie möglich zu entreißen. Er und sein Team suchen nach Talenten mit türkischen Wurzeln, die dem DFB den Rücken kehren könnten. Wer am Ende das Rennen macht, darüber entscheiden die Perspektive für die Spieler, die Gagen und nicht zuletzt das Gefühl.