Die Spielzeiten in den einzelnen Ligen sind zwar noch nicht ganz beendet, doch für die meisten Teams geht es an den letzten Spieltagen nur noch um ein Schaulaufen. Immerhin steht in Kürze die Sommerpause ins Haus. Während die Spieler abschalten und sich erholen können, beginnt für die Verantwortlichen nach der Saison erst der Stress – schließlich steht die Kaderplanung für die kommende Spielzeit an. Das Transferfenster hat zwar noch nicht geöffnet, doch die ersten Deals sind schon bekannt. Auch einige Nationalspieler wagen vor der anstehenden WM-Saison noch einmal den Wechsel. Wir schauen, wer von Hansis Jungs in der kommenden Saison bei einem neuen Verein spielen wird.

Rüdiger schließt sich den Königlichen an

Spätestens seitdem bekannt wurde, dass Antonio Rüdiger seinen auslaufenden Vertrag beim FC Chelsea nicht verlängert, begannen die Spekulationen, wo der Innenverteidiger in der kommenden Saison auflaufen würde. Während auch die Bayern immer wieder als Ziel genannt wurden, galt auch Real Madrid als großer Interessent. Nun ist klar, dass sich die Königlichen durchgesetzt haben. Unter Thomas Tuchel wuchs Rüdiger zu einer wichtigen Säule in der Verteidigung der Blues. Und auch bei Hansi Flick in der Nationalmannschaft scheint der Innenverteidiger gesetzt. Bei Real Madrid muss sich Rüdiger in der Innenverteidigung hingegen voraussichtlich mit Militao, Nacho und Alaba um einen Stammplatz streiten. Auch hinsichtlich der kommenden WM darf man gespannt sein, ob sich Rüdiger bei den Königlichen auf Anhieb durchsetzen kann.

Eine neue Herausforderung für Süle

Auch bei Niklas Süle war lange Zeit unklar, wo seine Reise hingehen würden. Immerhin machte auch er recht früh deutlich, dass er seinen Vertrag bei den Bayern nicht verlängern würden. Zwar gehört auch Süle schon lange zum Kreis der Nationalmannschaft, wirklich durchsetzen konnte er sich hier allerdings noch nicht richtig. Das mag auch damit zusammenhängen, dass er bei den Bayern nie wirklich unumstritten war. Erst nach dem Abgang von David Alaba übernahm er in der abgelaufenen Saison öfter die Rolle des Abwehrchefs. Um so ärgerlicher ist es für den Rekordmeister, dass Süle mit aufstrebender Form nun zur direkten Konkurrenz nach Dortmund wechselt. Man kann davon ausgehen, dass Süle beim BVB gesetzt ist und somit auch hinsichtlich der Nationalmannschaft Punkte sammeln kann.

Schlotterbeck wagt den nächsten Schritt

Während Rüdiger und Süle ihren Weg vom kleinen Verein zum internationalen Spitzenclub bereits hinter sich haben, wagt Nico Schlotterbeck diesen Schritt zur kommenden Saison. Nach einer herausragenden Saison beim SC Freiburg, wo er auch zum Nationalspieler avancierte, standen die Interessenten Schlange. Letztlich setzte sich der BVB abermals durch. Vor allem Sportdirektor Sebastian Kehl, der seinerzeit selbst vom SCF nach Dortmund wechselte, soll mit seinen Erfahrungen Überzeugungsarbeit geleistet haben. Rund 20 Millionen Euro überweist der BVB nach Freiburg. In Dortmund kann Schlotterbeck seine Klasse auch regelmäßig auf der internationalen Bühne beweisen. Bevor es allerdings in den Ruhrpott geht, will er mit Freiburg noch den DFB-Pokal gewinnen. Die Buchmacher auf grenzenloscasino.com sehen den SCF im Finale gegen RB Leipzig zwar nur als Außenseiter. Doch ein Großteil der deutschen Fußballfans würde den Titel wohl eher Freiburg als Leipzig gönnen.

Adeyemi entscheidet sich für den BVB

Der BVB ist schon vor dem Beginn der eigentlichen Transferphase einer der fleißigsten Vereine. Denn mit Karim Adeyemi konnte bereits der dritte Nationalspieler verpflichtet werden. Der 20-jährige Offensivspieler unterzeichnet bei der Borussia einen Vertrag bis 2027. Während sich Verein und Spieler schon länger einig waren, stimmte zuletzt auch Red Bull Salzburg einer Sockelablöse von 30 Millionen Euro zu. Aufgrund vereinbarter Boni kann diese Summe allerdings noch auf bis zu 38 Millionen Euro ansteigen. Damit könnte er zur teuersten Verpflichtung der BVB-Geschichte werden. Dabei ist Adeyemi weniger der Nachfolger für Erling Haaland als vielmehr ein verspäteter Ersatz für Jadon Sancho. Fest steht, dass der Neu-Nationalspieler das Offensivspiel der Borussia bereichern wird.

Ginter kehrt zum SC zurück

Auch der SC Freiburg ist nach dem Schlotterbeck-Abgang nicht untätig geblieben. Nur kurz nach der Bekanntgabe des Wechsels präsentierten die Breisgauer mit Matthias Ginter einen waren Coup. Vor rund zehn Jahren gelang dem Nationalspieler der Durchbruch beim SC Freiburg. Nach Stationen in Dortmund und Gladbach kehrt Ginter nun zu seinem ehemaligen Verein zurück. Mit seiner Erfahrung wird er Freiburg bei den kommenden Aufgaben im Europapokal auf jeden Fall eine große Hilfe sein.

Schon jetzt haben einige Nationalspieler zur WM-Saison einen Wechsel gewagt. Man darf gespannt sein, wie sich die Transfers auf ihre WM-Nominierung auswirken wird.Foto:

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