Volle Stadion, rasender Torjubel und tosende Stimmung, wenn der Schiedsrichter auf den Elfmeter-Punkt zeigt – klingt nach einem ganz normalen Fußballspiel. Letzteres haben Fans in den letzten 18 Monaten im Fernsehen gesehen. Volle Stadien sind seit dem Beginn der Corona-Pandemie allerdings Fehlanzeige. Die Politik hat Massenveranstaltungen verboten. Entsprechend mussten auch die Klubs in der 1. und 2. Bundesliga in den letzten Monaten vor leeren Rängen spielen. Eine beängstigende Situation. Nicht wenige Sportfans haben die Chance genutzt und sich quasi als Ersatz für den Thrill mit Sportwetten beschäftigt. Aber werden die Stadien nun bald wieder voll?

Volle Stadien: Die neue Saison startet mit angezogener Handbremse

Mitte August startet die neue Bundesliga Saison mit dem Spiel FC Bayern München gegen Mönchengladbach. Fans warten schon sehnsüchtig auf den Anpfiff. Für einen Teil wird es tatsächlich wieder ins Stadion gehen. Die Politik nutzt aktuell niedrige Zahlen bei den Inzidenzen, um einen gewissen Alltag ins Stadion zurückkehren zu lassen. In der nächsten Bundesliga Saison sind wieder Fans als Zuschauer zugelassen.
Wirklich aus den Nähten werden die Tribünen – so viel ist bereits sicher – nicht platzen. Hintergrund: Die Politik will die Zügel nicht sofort aus der Hand geben. Aus diesem Grund werden die Stadien mit "angezogener Handbremse" wieder geöffnet. Anfangs dürfen nur 50 Prozent der Kapazität maximal von den Klubs ausgeschöpft werden.
Zusätzlich gilt als absolute Obergrenze eine Zahl von 25.000 Zuschauern. Mehr werden nicht ins Stadion gelassen. Parallel zu diesen Beschränkungen gelten auch weiterhin – wie in den letzten Monaten – Abstandsgebot und Hygienevorschriften. Damit müssen die Fußball-Klubs auch weiterhin mit sehr deutlichen Einschränkungen leben. Besonders jene Klubs mit sehr großen Stadien können diese nicht einmal zur Hälfte auslasten.
Betroffen ist davon beispielsweise Hertha BSC. Der Hauptstadtklub spielt im Olympiastadion, welches knapp 75.000 Zuschauer fasst. Damit gehen auch in der Saison 2021/2022 die finanziellen Einschnitte für alle Fußballklubs – durch den stark zusammengeschrumpften Ticketverkauf – weiter.

Macht Delta einen Strich durch die Rechnung

25.000 Fußballfans im Stadion ist schon wenig. In München werden es noch einmal 5.000 Menschen weniger sein. Hier hat man sich für eine Verringerung vor dem Hintergrund entschieden, dass die Delta Variante des Virus auf dem Vormarsch ist. Diese gilt als deutlich infektiöser. Zusammen mit der Dynamik, welche Urlaubsrückkehrer auslösen können, will Bayern eher auf Nummer sicher gehen. Dementsprechend könnte das Wetten auch weiter wieder interessant bleiben oder zur Abwechslung mal ein Besuch im Online Casino mit PayPal als Zahlungsmethode.
Delta könnte den Öffnungsplänen aber generell noch einen Strich durch die Rechnung machen. Seit der ersten Juli-Woche steigen die Fallzahlen auch in Deutschland wieder an. So liegt die Republik bisher leicht über 10, also immer noch deutlich unter den Zahlen aus der kalten Jahreszeit. Portugal, Spanien oder die Niederlande verdeutlichen, was es heißt schnell zu öffnen. Überall, wo die Restriktionen und Anti-Corona-Regeln zu schnell gelockert wurden, gibt es deutliche Erhöhungen der Inzidenz.
Und genau hier liegt am Ende auch das Problem für die Zulassung von Zuschauern in Fußballstadien. Das Ganze ist ein eine Inzidenz von weniger als 35 gekoppelt (in den meisten Bundesländern). Bereits jetzt im Sommer mahnen Virologen und Epidemiologen vor einer vierten Welle, die auch direkt Nachbarn wie Österreich treffen kann. Schnellen die Fallzahlen aber wieder nach oben, werden sich die Stadien ganz zwangsläufig leeren – und der Lockdown beginnt wieder von vorn. Auch, wenn die Politik beschwichtigt, an der bitteren Pille einer Mutationsfähigkeit des Virus kommt niemand einfach so vorbei.

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