Bei Schalke 04 scheinen die Lichter auszugehen 

Die Schalker spielen von quasi von Anfang an eine katastrophale Saison. Zwischenzeitlich hatte selbst Tasmania Berlin Angst, dass Schalke 04 den uralten Negativrekord einstellen könnten. Diese Blamage konnte Königsblau aber zumindest durch einen 4:0-Erfolg gegen Hoffenheim Anfang Januar verhindern. Allerdings war das fast die einzige erfreuliche Nachricht für den Traditionsverein aus dem Ruhrgebiet in den vergangenen Wochen. Denn einen weiteren Sieg konnte Schalke 04 danach in der Bundesliga nicht mehr einfahren. Dabei hatten die Verantwortlichen im Wintertransferfenster vor allem mit Kolasinac und Huntelaar noch einmal neue Hoffnungsträger nach Gelsenkirchen geholt. An den kommenden Spieltagen müssen die Fußballfans weiter daheim mit ihrem Verein mit fiebern. Noch spannender könnte das Ganze werden, wenn man während der Spiele mal einige Livewetten.

Schalkes Neuzugänge nur wenig hilfreich

Sead Kolasinac war für Schalke eine gute Verpflichtung, und zwar auch weil der Bosnier mit dem Herzen bei Königsblau ist. Mittlerweile hat Kolasinac bei den Schalkern sogar das Kapitänsamt übernommen und ist ein ganz wichtiger Bestandteil der Mannschaft geworden. Noch nicht wirklich auszeichnen konnte sich dagegen Huntelaar, der seit seinem Wechsel von Ajax Amsterdam nur einmal beim 1:1-Unentschieden für die letzten zehn Minuten eingewechselt worden ist. In den Spielen zuvor und auch danach viel der holländische Knipser dagegen leider aufgrund von Wadenproblemen komplett aus. Teilweise ganz ordentliche Auftritte zeigte bis jetzt der von Wolfsburg ausgeliehene William bei seinen Einsätzen.

Aus den letzten sieben Bundesligaspielen nur magere zwei Unentschieden

Schalke 04 wollte nicht zuletzt durch die Rückholaktionen von Huntelaar und Kolasinac noch einmal für eine Aufbruchsstimmung sorgen. Allerdings reichte es für Königsblau an den vergangenen sieben Spieltagen lediglich zweimal durch ein Unentschieden für jeweils einen Punkt. Diese Remis gab es einmal in Bremen (1:1) und bei Union Berlin (0:0). Das Problem ist aber auch, dass den Schalkern in ihrer fast schon ausweglosen Situation nur noch Siege helfen. Ein weiterer Tiefpunkt auf dem Platz war für die leidgeprüften Fans definitiv die 0:4-Packung im Revierderby gegen Borussia Dortmund am vergangenen Wochenende. Nach der bereits 15. Saisonniederlage steht Schalke 04 weiter auf dem letzten Tabellenplatz und hat bei neun Punkten Rückstand kaum noch realistische Chancen auf den Klassenerhalt.

Schalke 04 bricht in allen Bereichen auseinander

Die Schalker befanden sich bereits vor dem Ausbruch der Pandemie durch die ausbleibenden sportlichen Erfolge der letzten Jahre in einer dramatischen finanziellen Schieflage. Die Corona-Krise hat diese Problematik noch einmal massiv verschärft. Mittlerweile haben sich übrigens der Verein und Sportvorstand Schneider auf eine vorzeitige Vertragsauflösung spätestens zum Saisonende geeinigt. Aus diesem Grund ist der Aufsichtsrat fieberhaft auf der Suche nach einem neuen Sportvorstand und auch einem Sportdirektor. Diese Personalien sind für den Verein aktuell von enormer Bedeutung, weil man dem scheidenden Sportvorstand Schneider nicht mehr die Planung für die nächste Saison überlassen möchte..

Wahrscheinlich ist aus heutiger Sicht, das Königsblau am Saisonende den Gang in die 2. Bundesliga antreten muss. Das würde wiederum die Aufgabe für die neuen sportlich Verantwortlichen nicht einfacher machen. Schließlich hat ein großer Teil der Spieler keine Verträge, die auch für die zweite Bundesliga gelten. Somit muss man in Gelsenkirchen so schnell wie möglich an der Zusammenstellung eines neuen Kaders arbeiten. Dieser Spielerkader müsste trotz aller Finanznöte so stark sein, dass man bei einem zu erwartenden Abstieg möglichst direkt wieder die Rückkehr ins Fußballoberhaus schaffen kann. Sollte Königsblau doch noch das Wunder Klassenerhalt schaffen, dann warte aber mit Sicherheit trotzdem nicht weniger Arbeit auf die Verantwortlichen, um endlich wieder eine wettbewerbsfähige Mannschaft auf die Beine zu stellen. Darüber hinaus stellt sich auch noch die Frage nach dem nächsten Trainer auf Schalke, denn mit Christian Gross wird es nach der Saison wohl kaum weitergehen.