Er wurde als gefeierter Neuzugang gehandelt, um den man ein Team aufbauen wollte, das um die Meisterschaft 2021 mitspielt, doch nun scheint sich das Kapitel Radja Naiggolan für Galatasaray zerschlagen zu haben. Auskunft darüber gaben jedoch nicht die "Löwen" selbst, sondern Cagliari Calcio, wo der Belgier in der vergangenen Saison gespielt hatte.

Mit Radja Naiggolan hatte Galatasaray einen Spieler auf dem Wunschzettel, der ihnen ideal zu Gesicht gestanden hätte. Unglaublich kämpferisch, torgefährlich und international erfahren – er sollte die "Löwen" zum Meistertitel 2021 führen, nachdem die Saison 2019/20 alles andere als erfolgreich verlief. Ob es jedoch wirklich Verhandlungen gab, wusste niemand. Bis jetzt, denn nun bringt ein italienischer Journalist Licht ins Dunkle. Fabrizio Romano heißt der Mann, der zu wissen glaubt: Naiggolan und Gala? Da kann eigentlich nichts dran gewesen sein! Warum? Weil Romano bestens darüber informiert ist, was in Cagliari gesprochen wird. Dort hatte man gehofft, den Belgier nach der Leihe halten zu wollen.

Inter ordert zurück

In 26 Einsätzen brachte er es dort auf sechs Tore und sechs Vorlagen, genau diese Leistungen hatten wohl auch Galatasaray überzeugt. Chancen für Cagliari, den Mittelfeldabräumer zu behalten, hat es wohl nie gegeben. Der Präsident höchstselbst kümmerte sich um diese Angelegenheit, doch am Ende musste Tommaso Giulini einsehen: "Nainggolan? Es ist unmöglich, ihn zu bekommen. Ich hatte ein Treffen mit dem Inter-Vorstand und sie sagten, sie würden Radja im Team behalten." Somit hat Inter wohl ein Machtwort gesprochen, dass man definitiv mit ihm planen würde. Einen italienischen Vizemeister, der in der Champions League antreten darf, kann Galatasaray nicht ausstechen. Doch glaubt man Fabrizio Romano, hat es wohl ohnehin keine ernsthaften Gespräche zwischen dem türkischen Rekordmeister und dem Belgier gegeben.

Foto: Gabriele Maltini/Getty Images