Im Internet werden oftmals mobile und Desktop-Apps angeboten. Wer sich immer schon fragte, worin die Unterschiede liegen, findet in diesem Artikel Antworten. Wir behandeln vor allem den Sektor Glücksspielportale, die ebenso über das Smartphone spielbar sind. Am Ende kann sich der User entscheiden, ob er eher auf eine mobile Webseite oder eine native App setzt. Bevor wir uns genauer auf die technischen Features konzentrieren, beleuchten wir die Vor- und Nachteile der Casino-Apps.

Die Vorteile von installierten Applikationen

Native Apps stammen noch aus der Zeit, in der das Internet langsam war. Wir erinnern uns an die Anfänge, als sogar die Online Casinos auf dem Computer installiert werden mussten. Heute kann sich das kaum noch jemand vorstellen. Früher gab es oft Verbindungsprobleme und Spielabbrüche.

Seit HTML5 eingeführt wurde, funktionieren die Spiele direkt im Browser, deswegen sind Apps eigentlich überflüssig. Ein Vorteil ist, dass man sie schneller zur Hand hat und bestimmte Daten gespeichert bleiben. Werden Inhalte offline benötigt, zum Beispiel Flugtickets oder Ähnliches, sind native Apps sinnvoll, damit man jederzeit einen Zugriff hat. Bei einem Online Casino, für das sowieso eine Echtzeitverbindung notwendig ist, lohnt sich dies kaum.

Die Nachteile von Casino Apps

  • Wer per Internetbrowser spielt, erhält meist eher einen lukrativen Bonus im Online Casino. Mit 10€ Startguthaben macht es natürlich mehr Spaß als ohne.
  • Apps benötigen Speicherplatz, mehr Ressourcen und viel Akku. Der Verbrauch ist laut Statistik höher, als wenn man direkt im Browser spielt.
  • Push Nachrichten belästigen so manche Nutzer.
  • Apps könnten Viren enthalten.
  • Glücksspiel-Apps dürften in der Regel nicht auf Firmenhandys installiert werden und vor dem Partner kann man sie auch schwer verstecken.
  • Die Hardwareanforderung ist teilweise hoch.
  • Viele Telefone unterstützen das Angebot nicht.
  • Zahlreiche Apps sind veraltet und trüben das Spielerlebnis.

Wie man sieht, sind Apps im Grunde mittlerweile ein Nachteil für Casinospieler. Anders schaut die Sache zum Beispiel aus, wenn jemand nur im Demomodus spielen will. Offline Inhalte funktionieren teilweise auch im Flugzeug oder an Orten, wo es keine Internetverbindung gibt.

In den nächsten Abschnitten gehen wir auf technischen Informationen ein und beleuchten, wo die Unterschiede liegen und was es zu beachten gibt.

Mobile Webseiten sind mehr als responsive Seiten

Der Begriff responsive Webseite ist vielen Usern bekannt. Es sind Webinhalte, die so erstellt wurden, dass diese auf sämtlichen Geräten funktionieren und automatisch optimal dargestellt werden. Sprich, die Seite muss auf einem 27 Zoll Monitor genauso gut aussehen wie auf einem Smartphone. Nun verwechseln zahlreiche User responsive Inhalte mit mobilen Apps. Es handelt sich um zwei unterschiedliche Dinge.

Bei einer mobilen App wird das Interface interaktiver programmiert, damit Nutzer noch schneller und bequemer darauf zugreifen können. Ein Beispiel aus dem Online Casino: Wer manche Spiele am Desktop Computer mit dem Smartphone vergleicht, stellt fest, dass bei einigen Titeln ein anderer Start-Button vorhanden ist. Dies bedeutet, das Casino leitet den User auf die mobile Seite weiter, auf der alternative Inhalte abgelegt sind. Dies erkennt man stellenweise, wenn sich die Domain etwa in "mobil.beispiel.de" verändert.

Responsive Webinhalte und mobile Apps haben auch Gemeinsamkeiten. Beide werden unter anderem in HTML, CSS und Java programmiert, so dass diese auf sämtlichen Plattformen aufrufbar sind. Damit die unterschiedlichen Versionen funktionieren, ist außerdem ein Internetzugang notwendig. Ein Nachteil, der in manchen Fällen gegen eine App spricht.

Wer in einem Online Casino um Echtgeld spielt, benötigt generell eine Echtzeitverbindung. Deswegen stellt sich hier die Frage nicht, ob die App offline funktioniert. Ausgenommen es werden die Demoversionen verwendet. Um bei den Spielen kostenlos zu üben, findet man jedoch Alternativen, es muss nicht unbedingt die Casinoseite sein.

Der Unterschied zwischen Hybrid- und nativen Apps

Wahrscheinlich verwirren wir nun so manchen Leser, weil einigen nicht bekannt ist, dass es zwei Formen von "richtigen" Apps gibt. Unterschieden wird zwischen Hybrid und Native App. Die letztere Variante ist eine reine App und die Hybrid ist Mischung aus mobiler Webseite und nativer App.

Native Apps werden in HTML erstellt und bekommen ein spezielles Interface zugewiesen, damit diese im jeweiligen Betriebssystem arbeiten. Dabei handelt es sich um jene Applikation, die man beispielsweise im App Store findet. Für iOS und Android gibt es eigene Anwendungen.

Hybrid Apps werden im Vorfeld programmiert und erhalten am Ende eine Hülle übergestülpt, damit diese als Schnittstelle mit allen Betriebssystemen harmonieren. Ein Wrapper besteht aus HTML, CSS und Javascript. Hybrid Apps werden in der Regel direkt auf den Webseiten angeboten und lassen sich auf sämtlichen Betriebssystemen installieren.

Worin liegt nun der Unterschied zwischen mobilen Seiten und Apps?

Genug der Fachsimpelei, uns war es jedoch wichtig, dass jeder den Unterschied zwischen den verschiedenen Arten kennenlernen. Wissen schadet bekanntlich nicht und so ist nun klar, dass es auch noch weitere Unterkategorien gibt. Somit sollte auch die Frage beantwortet sein, warum es in einigen Casinos beispielsweise nur Android oder nur iOS Apps gibt. Die Erstellung war dem Anbieter vielleicht zu teuer oder es zahlt sich nicht aus. Hinzu kommt, dass die Stores einige Apps nicht erlauben. Aus dem Grund gibt es manchmal nur Ware für iOS oder umgekehrt.

Mobile Webseiten sind ideal, um Informationen zu lesen und um Inhalte abzuspielen. Zum Beispiel Casinospiele. Apps bieten in der Regel mehr brauchbare Features, die in der mobilen Ausführung fehlen. Unter anderem können Applikationen auf verschiedenen Features zugreifen wie Mikrofon, Kamera, Kontakte und Co..

Auch wenn die Anwendungen viel Rechenleistung benötigen, lohnt sich eine native App, da die Anwendungen somit besser laufen. Andersrum kann eine App auch einen Nachteil darstellen, wenn die Inhalte groß und umfangreich sind. Sollen diese offline auf dem Mobilgerät funktionieren, muss man sie logischerweise herunterladen und dies kostet den Nutzer wiederum viel Speicherplatz.

Fazit

Dank dieser Informationen sollte nun jeder wissen, welche Vor- und Nachteile die einzelnen Angebote haben. Nun wägt man für sich ab, ob sich eine native App wirklich lohnt oder ob man doch eher auf die mobile Webseite spekuliert.

Tipp: Auch Links lassen sich auf dem Smartphone bookmarken. Es ist nicht notwendig, die URL ständig neu einzutippen. Wie am Computer lässt sich der Link leicht auf der Startseite des Mobilgeräts anpinnen und öffnen. Mit diesem Tipp bemerkt kaum noch jemand einen Unterschied, obwohl eigentlich keine native App dahintersteckt.