Oğuzhan Özyakups Zeit in den Niederlanden ist nach nur wenigen Spielen schon wieder beendet. Ob er seine Karriere bei Beşiktaş fortsetzt, ist zwar noch nicht abschließend geklärt, einige Faktoren sprechen allerdings dafür.

Zu Beginn des Jahres hatte Oğuzhan Özyakup Istanbul verlassen und sich Feyenoord Rotterdam angeschlossen. Auch durch den Corona-bedingten Saisonabbruch hatte es der 43-fache türkische Nationalspieler in den Niederlanden nur auf insgesamt vier Spiele für seinen Leihverein gebracht. Zwar ist er jetzt wieder am Bosporus, seine Zukunft ist allerdings noch nicht gesichert. Grundsätzlich macht der Ex-Kapitän keinen Hehl daraus, dass er gerne weiterhin bzw. erneut das schwarz-weiße Trikot tragen würde. Das gilt allerdings nur, wenn er eine deutlich wichtigere Rolle ausfüllen dürfte als zuletzt. Unter dem ehemaligen Coach Abdullah Avcı hatte Özyakup einen schweren Stand und musste meistens mit der Joker-Rolle vorliebnehmen oder komplett zuschauen. Ob sich dieser Status unter Sergen Yalçın ändert, kann natürlich noch nicht abschließend beantwortet werden. Ein paar Faktoren sprechen allerdings grundsätzlich dafür.

Neue Bewährungschance unter Yalçın?

So war nämlich über die gesamte Saison kein Vorbeikommen am Duo Hutchinson/Elneny auf der Doppelsechs. Da der Ägypter wohl sehr wahrscheinlich weiterziehen wird und auch die Zukunft des potentiellen Konkurrenten Dorukhan Tököz nicht abschließend geklärt ist, könnte Özyakup möglicherweise erneut eine größere Chance erhalten. Aufgrund der sehr angespannten Finanzlage fehlen Beşiktaş schlicht die Mittel, um für jeden Kaderplatz die jeweiligen Wunschspieler zu holen. Mit Özyapuk, dessen Vertrag noch bis 2022 läuft, hätte man dagegen einen Anwärter bereits in den eigenen Reihen. Es ist daher sehr gut vorstellbar, dass Sergen Yalçın dem erfahrenen Rückkehrer zunächst eine Bewährungschance gibt, vor allem da der Markt für den Mittelfeldspieler aktuell überschaubar sein dürfte.

Hinzu kommt Özyakups Nationalität. Auch wenn die angedachte Ausländerregelung nun voraussichtlich erst in der übernächsten Saison kommen wird, hat gerade bei den drei großen Istanbuler Clubs ein Umdenken stattgefunden. Der Fokus soll auf einheimische Spieler gelegt werden, die eine enge Verbindung zum Verein haben und als Identifikationsfiguren für die Fans dienen können. Ob Özyakup, der bei den Fans der "Schwarzen Adler" zuletzt nicht unumstritten war, diese Rolle einnehmen kann, wird sich zeigen. Die Chance dazu dürfte er allerdings bekommen.

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