Auch einen Tag nach dem Halbfinal-Rückspiel zwischen Fenerbahçe und Trabzonspor und dem Finaleinzug der Bordeaux-Blauen spricht ganz Fußball-Türkei über den Zoff zwischen FB-Kapitän Emre Belözoğlu und Trabzon-Stürmer Alexander Sörloth. Letzterer hat sich nach dem Spiel zur Auseinandersetzung geäußert und den Ablauf aus seiner Sicht erläutert.

Es war DIE Szene im Halbfinal-Rückspiel des türkischen Pokals zwischen Fenerbahçe und Trabzonspor am vergangenen Donnerstagabend. Alexander Sörloth, der wenige Minuten zuvor die 1:0-Führung für die Gäste besorgte und damit das Tor zum Finale weit aufstieß, sorgte mit einem Tackling gegen Fenerbahçes Serdar Aziz im Mittelfeld für Aufregung. Innerhalb kürzester Augenblicke bildete sich um die beiden Beteiligten eine Spielertraube, die es Schiedsrichter Cüneyt Çakır schwer machte, den Überblick zu bewahren. Auffällig und unüberhörbar waren aber die Reklamierungen von Emre Belözoğlu, der vom Seitenrand aus sowohl gegen Çakır als auch gegen Sörloth schimpfte.

"Er wollte das Spiel beeinflussen"

Die wilden Gestiken von Emre belächelte Sörloth zunächst, stichelte dann aber auch zurück, in dem er den Fenerbahçe-Routinier zusätzlich provozierte. Erst zeigte der Norweger mit dem Zeigefinger auf den Mund, dann mit einer Handbewegung, dass Emre zu viel schwätzen würde. "Er hat versucht, mit seinem Gerede zu kämpfen und das Spiel zu beeinflussen. Deshalb habe ich ihm gesagt, dass er die Klappe halten soll", erklärte Sörloth im Anschluss der Partie trocken. Emre, der sich dadurch nicht mehr beruhigen ließ, motzte auch gegen Schiedsrichter Çakır und sah deshalb – anders als Sörloth – nach einer ersten Verwarnung noch die Gelb-Rote Karte.