In dieser Woche tagt das UEFA-Exekutivkomitee zusammen mit den Vereinsvertretern der 55 Mitgliedsverbände und will über das weitere Vorgehen im europäischen Fußball während der Corona-Krise beraten. Als Deadline für die Beendigung der nationalen Ligen gilt bereits jetzt der Monat September. Das LIGABlatt fasst für Euch das mögliche Szenario für den türkischen Fußball zusammen.

UEFA-Präsident Aleksandar Ceferin hat in der Corona-Krise vor einem sehr späten Ende der derzeit unterbrochenen Saison gewarnt. "Es gibt keine spezifische Deadline. Wir loten verschiedene Optionen aus, wann die Wettbewerbe enden könnten, immer basierend auf den Daten, wann es wieder losgeht", sagte der Chef der Europäischen Fußball-Union der italienischen Zeitung "Corriere della Sera". Die Saison zwischen September und Oktober oder später abzuschließen, sei jedoch sehr schwierig. "Das hätte einen großen Einfluss auf den Kalender der Saison 2020/21", sagte Ceferin.

In dieser Woche wird das weitere Vorgehen in Bezug auf die Endphase vieler nationaler Ligen besprochen. Am Dienstag beraten die insgesamt 55 Mitgliedsverbände zusammen mit dem Fußball-Dachverband. Zwei Tage später soll ein Exekutivkomitee eine Einschätzung zu den erörterten Lösungen fällen.

September als neues Ultimatum für nationale Wettbewerbe – CL und EL bis auf Weiteres ohne Chance

Klar ist: Priorität hat die zeitnahe, schnelle, aber vor allem reibungslose und gesundheitlich vertretbare Beendigung der Nationalen Ligen. Die türkische Süper Lig hat regulär noch acht Spieltage auszuspielen. Je nachdem in welchem Modus (regulär oder zum Beispiel im Play Off-Modus) gespielt wird, ist ein Ende innerhalb weniger Wochen möglich. Im türkischen Pokal stehen noch die beiden Halbfinal-Rückspiele zwischen Fenerbahçe und Trabzon sowie Alanya und Antalya aus. Der Monat September gelte dem Vernehmen nach als neues Ultimatum für alle Wettbewerbe. Ob die europäischen Turniere bis dahin beendet werden können, steht derzeit noch nicht fest. Champions League und Europa League sind "bis auf Weiteres" ausgesetzt – ohne derzeit absehbare Chance auf eine Fortsetzung. Mit Başakşehir, die als nächstes das Zwischenrunden-Rückspiel in Dänemark beim FC Kopenhagen vor der Brust hätten, hat die Türkei ohnehin nur noch einen Vertreter.

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