In Zeiten von Home-Office, Quarantäne und Verzicht auf Live-Fußball im Stadion ist das Daddeln an der Konsole der wohl noch beste Ausgleich zum fehlenden Fußball-Alltag. Für die Fans von Fenerbahçe gibt es aber selbst beim Gang vor die Playstation oder Xbox ein böses Erwachen.

Nicht nur im realen Fußball, wo Fenerbahçe in der Liga nur auf Rang sieben rangiert und damit alle Träume von der Meisterschaft begraben sind, laufen die "Kanarienvögel" ihren eigenen Erwartungen hinterher. Auch virtuell ist der 19-fache türkische Meister auf dem absteigenden Ast. Bei FIFA hat Fenerbahçe aktuell eine historisch schwache Bewertung. Nur noch 3 1/2 Sterne hat die Mannschaft um Kapitän Emre Belözoğlu vorzuweisen. So schlecht standen der Kadıköy-Klub noch nie da! Damit ist Fenerbahçe, was die reine Bewertung nach Sternen angeht, auf einem Level mit Klubs wie Kayseri, Denizli oder Gaziantep.

Alper Potuk besser als Garry Rodrigues – Kruse mit Normalform 

Warum das aktuelle Team-Rating derart schlecht ist, lässt sich mit einem kurzen Blick ins Team-Management erklären. Nahezu alle Profis bekommen vom Hersteller momentan eine Abwertung; das heißt, sie haben einen geringeren Wert als normalerweise. In der Abwehr kratzen die beiden Außenverteidiger Mauricio Isla und Hasan Ali Kaldırım jeweils nur knapp über der 70er-Marke. Im Mittelfeld hat Routinier Emre nur noch eine 73 vorzuweisen, sein Nebenmann Luiz Gustavo statt seiner üblichen 79 nur 74. Auf der Außenbahn kann sich Garry Rodrigues mit einer 72 nicht empfehlen. Funfact: Alper Potuk wäre hier sogar die bessere Alternative. Weil der 28-Jährige in dieser Saison kaum zum Einsatz kommt, hat sich seine Live-Wertung nicht verändert, die somit weiterhin bei 73 bleibt. Auch der in der Hinrunde umjubelte Vedat Muriqi enttäuscht als alleinige Spitze mit einer 73. Einziger Lichtblick in der Offensive ist Max Kruse, der auf der Position als hängende Spitze hinter Muriqi alle Mitspieler überragt. Das Ernüchternde: In der realen Welt ist der deutsche Spielmacher verletzt.