Wenn ans Fußballspielen schon weit und breit nicht zu denken ist, widmet sich das LIGABlatt wenigstens den Profis, die uns in der Vergangenheit begeistert haben. In unserer neuen Serie "Was macht eigentlich…" stellen wir ehemalige Publikumslieblinge unserer Klubs vor und zeigen euch, was sie nach der aktiven Karriere für einen Weg eingeschlagen haben. Den Anfang macht ein Argentinier, der dem FC Bayern immer treu geblieben ist.

Im Sommer 2003 tauchte ein gewisser Martín Demichelis an der Säbener Straße auf. Die Münchner, gerade Meister geworden, schnappten sich den damals 22-Jährigen und holten Demichelis erstmals nach Europa. Er brauchte ein gutes Jahr, ehe er sich in Deutschland zurecht gefunden hatte, doch dann spielte er sich in die Herzen der Bayernfans. Immer Eitel Sonnenschein aber herrschte nicht, denn der heißblütige Argentinier sprach offen an, was ihm nicht passte und landete dadurch auch schon einmal auf der Tribüne. Trotzdem verbrachte er knapp acht Jahre an der Isar und ist bis heute extrem beliebt.

Einmal Bayern, immer Bayern

In jedem Spiel zeigte er Kampfgeist und Herzblut, jeder nahm ihm ab, dass er für den FC Bayern brannte. Vor drei Jahren beendete Demichelis seine Karriere. Seither führt sein Weg regelmäßig zurück nach München, wo er noch immer einen unheimlich hohen Stellenwert genießt. Seit gut einem halben Jahr ist er wieder dauerhaft zurück in der bayrischen Landeshauptstadt, und zwar als Trainer der U19. Für "Micho" ist es der erste Cheftrainer-Posten. Die Liebe zum FC Bayern hat weder Demichelis selbst noch seine Familie jemals losgelassen. Mit seiner Frau und den drei gemeinsamen Kindern lebt er wieder in Deutschland, sein Sohn Bastian eifert seinem berühmten Vater schon lange nach.

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Con la mascota del Bayern❤️

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Martín Demichelis gehörte nie zu den Weltstars, die der FC Bayern hervorbrachte. Dafür zeigt seine Geschichte, dass man als Publikumsliebling viel viel mehr braucht, als nur sportliche Höchstleistungen. Der Argentinier kann von sich behaupten: Einmal Bayern, immer Bayern!

Foto: Jan Kruger/Getty Images