Keiner der drei "großen" Istanbuler Klubs konnte sein Hinspiel im Pokal-Achtelfinale für sich entscheiden. Nach Fenerbahçe am Dienstag in Kayseri, stolperten auch Galatasaray in Rize und Beşiktaş in Erzurum. 

Am Ende freuten sich die Löwen knapp eineinhalb Minuten über den vermeintlichen Last-Minute-Sieg im Pokal-Achtefinale bei Rize. Der eingewechselte Emre Mor hatte zuvor in der vierten Minute der Nachspielzeit den Ball doch noch zum 2:1 ins Tor befördert. Doch das Schiedsrichtergespann um den VAR entschied nach langer Ansicht der Bilder auf ein vorangegangenes Foulspiel von Vorlagengeber Adem Büyük und nahm den Treffer zurück. Fatih Terim, der sich schon in der Hinrunde wiederholt benachteiligt gefühlt hatte, hatte dieses Mal gar keine Lust auf eine Diskussion mit den Unparteiischen, winkte ab und verzog sich frühzeitig in die Kabine – wohl auch aus Schutz vor sich selbst und einer erneuten Langzeit-Sperre bei verbalen Ausrutschern. In den Katakomben äußerte sich der "Imperator" dann ausschließlich über seine Mannschaft, die bei "einem schwierigen Gegner, der top motiviert war, ein sehr gutes Spiel gezeigt habe." Terim lobte die zeitweise Dominanz auf dem Platz und dass er viele Elemente aus der Winter-Vorbereitung wiedererkennen konnte.

Minus acht Grad in Erzurum

Alles andere als zufrieden war Trainer-Kollege Abdullah Avcı nach dem Abpfiff seiner "Schwarzen Adler" in Erzurum. Mit 2:3 verlor Beşiktaş eine wilde Schlussphase, in der Erzurum trotz des späten Ausgleichs durch Caner Erkin nochmals eine Antwort durch einen Elfmeter in der Nachspielzeit fand. Was Avcı aber besonders beschäftigte, waren die "widrigen Umstände" beim Gastspiel im Nord-Osten der Türkei. Während es beispielsweise an der Schwarzmeer-Küste von Rize zum Anpfiff zehn Grad hatte, verwandelte sich Erzurum zur echten Kälte-Kammer. Minus acht Grad zeigte das Thermometer nach Abpfiff. "Ich bedanke mich für den herzlichen Empfang, aber das waren heute Verhältnisse, die die Gesundheit der Spieler ernsthaft gefährden", mahnte der Beşiktaş-Coach.