Es ist erst wenige Stunden her, da hatte Hansi Flick gesagt: Wir brauchen neue Spieler, einen für die Offensive und einen für die Defensive, und das so schnell wie möglich! Flick reagierte damit auf den dünnen Kader. Nun wurde er von Sportdirektor Hasan Salihamidžić zurechtgewiesen. Droht den Münchnern nun ein Machtkampf?

Als "echt mau“ hatte Flick die derzeitige personelle Situation bezeichnet und gefordert: "Wir brauchen auf jeden Fall noch Verstärkung. Ich denke da an mindestens zwei Spieler – auf jeden Fall einen für die Defensive und vielleicht auch für die offensive Außenbahn.“ Wenig später sah sich Hasan Salihamidžić mit diesen Aussagen konfrontiert und widersprach Flick. Er kritisierte, dass der Coach seiner Forderung öffentlich gemacht hatte. "Ich bin davon überrascht, was Hansi medial zur Kaderplanung gesagt hat. Ich bin kein Freund von medialer Kaderplanung, weil wir uns eh die ganze Zeit austauschen.“ Scheint, als wäre man sich beim FC Bayern nicht einig.

Kein Sané im Winter

Meinungsverschiedenheiten, beteuert Salihamidžić, gebe es aber keineswegs. "Ich möchte dem Trainer helfen, aber es ist nicht einfach. Topspieler werden von den Klubs nicht freigegeben.“ Gleichzeitig nahm er Flick in die Pflicht. Den Erwartungsdruck, den er nun spürt, sei normal für einen Trainer des FC Bayern. Den anhaltenden Spekulationen um Leroy Sané schob der Sportdirektor endgültig einen Riegel vor. Im Winter wird der deutsche Nationalstürmer definitiv nicht kommen. Die Münchner brauchen Spieler, die jetzt sofort weiterhelfen können. Sané wird erst in wenigen Wochen wieder ins Training einsteigen. Die entscheidende Frage ist: Gibt es zwischen Flick und Salihamidžić wirklich keinerlei Ungereimtheiten? Wieso hat Salihamidžić seinen Trainer öffentlich kritisiert? Bei den aktuellen Verletzungsausfällen können sich die Bayern keine weiteren Nebenkriegsschauplätze leisten!

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