Mit ordentlich Wut im Bauch kehrte Fenerbahçe am Sonntag aus İzmir zurück. Ein zu Unrecht wiederholter Strafstoß für die Hausherren sorgte für Aufruhr. Schiedsrichter Bitigen hatte regelwidrig gehandelt.

Durch das 2:2-Unentschieden in Göztepe tritt Fenerbahçe auf der Stelle. Statt des anvisierten Sieges an der Mittelmeerküste und dem Vorrücken auf die Top-3-Plätze der Liga, bleibt Fenerbahçe mit nun 22 Punkten auf Platz vier haften. Das Ergebnis rückte jeoch beim Göztepe-Spiel, indem die Mannschaft von Trainer Ersun Yanal zweimal nach Rückstand zurückkam, in den Hintergrund. Viel mehr war der Fokus am Samstagabend auf Schiedsrichter Abdulkadir Bitigen gerichtet, der mit einer zweifelhaften Entscheidung die Gäste zur Weißglut brachte. Der Reihe nach: Nach einem Foul von Luiz Gustavo im eigenen Strafraum entschied Bitigen auf Elfmeter – soweit so vertretbar. Gözeptes Öztürk trat an und scheiterte mit einem schwachen, halbhoch geschossenen Ball an Fenerbahçe-Keeper Altay Bayındır. Dieser reagierte nach dem parierten Strafstoß schnell, brachte die Kugel ins Spiel und leitete einen Blitz-Konter ein, der in der plötzlichen 2:1-Führung für die „Kanarienvögel“ mündete. Maximaler Frust auf der einen, pure Ektase auf der anderen Seite. Doch erst Bitigen und der VAR sorgten für ein echtes Gefühlschaos.

Indirekter Freistoß anstatt erneuter Elfmeter

Bitigen lief nach dem vermeintlichen 2:1-Führungstreffer an die Seitenlinie und beäugte den zuvor getreten Strafstoß nochmals. Dabei habe sich Altay zu früh von der Linie bewegt, was den gehaltenen Strafstoß regelwidrig mache. Auch bis hier hin, ist die Auslegung von Bitigen nachvollziehbar. Doch dann lässt der an diesem Tag, in allen belangen unglücklich agierende, Referee auf Strafstoß-Wiederholung entscheiden – ein Fehler! Das Regelwerk sieht in solch einer Situation einen indirekten Freistoß für die Elfmeter ausführende Mannschaft vor. Demnach war der erneute Elfmeter, der Göztepe schließlich den 2:1-Treffer bescherte nicht regelkonform! Und nicht zu vergessen wurde Fenerbahçe in Folge dessen eines weiteren Treffers beraubt.