Mit einem Treffer in der letzten Minute der regulären Spielzeit hat Linksverteidiger Yuto Nagatomo Galatasaray gegen Trabzon vor der nächsten Niederlage bewahrt. Das 1:1-Unentschieden an der Schwarzmeerküste war letztendlich glücklich und sorgte dafür, dass die „Löwen“ den Anschluss nach oben nicht komplett verlieren. 

Ausgerechnet der zuletzt oft von Trainer Fatih Terim auf die Bank gesetzte Yuto Nagatomo war am Ende der umjubelte Held. Der japanische Nationalspieler sorgte nach einem feinen Zusammenspiel mit Adem Büyük in der 90. Minute dafür, dass Galatasaray nach zuletzt drei Niederlagen in Serie in Trabzon wieder punktet und so der Anschluss an die Spitzengruppe der Liga gehalten wird. Nach 13 Spieltagen hat der amtierende Double-Sieger nun 20 Punkte auf dem Konto und steht auf Rang acht – eindeutig zu wenig. „Ich bin glücklich über meinen Treffer, aber wir wollten heute gewinnen und das haben wir nicht“, zeigte sich Nagatomo im Anschluss kritisch. Dank des 33-jährigen etatmäßigen Linksverteidigers verhinderte „Cim Bom“ nach den Enttäuschungen gegen Beşiktaş und Brügge immerhin den nächsten Nackenschlag.

Fatih Terim beschwört Wagenburg-Mentalität

Trainer Fatih Terim war im Anschluss der Partie – einmal mehr in dieser Saison – um Antworten für das Auftreten seiner Mannschaft bemüht. Sowohl der Tatsache geschuldet, dass Trabzon – vor allem zuhause – ein durchaus schwer zu bespielender Gegner sei, als auch der weiter prekären Personalsituation in der Offensive, könne man derzeit einfach keine Top-Leistungen Woche für Woche abrufen. Galatasaray habe in der Vergangenheit oft gezeigt, dass sie am stärksten sind, wenn sie jeder bereits abgeschrieben hat. Diese Wagenburg-Mentalität scheint Terim nun erneut in den Fokus zu nehmen. Sieben Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Sivas sind dennoch ein Brett!