Galatasaray-Trainer Fatih Terim steht in der laufenden Länderspielpause vor einem fragilem Gebilde. Die Verletzungen und Leistungsschwankungen zahlreicher Top-Stars zwingen den Imperator zu weitreichenden Veränderungen. Drei Spieler rücken dabei in den Fokus und könnten von den Maßnahmen profitieren. 

Das Warten geht weiter: Auch in der siebten Woche nach dem Ausbruch der Achillessehnen-Verletzung kann Radamel Falcao nicht am Training des Rekordmeister teilnehmen. Die Reise zur kolumbianischen Nationalmannschaft hatte sich ohnehin schon im Vorfeld erübrigt. Bei den „Löwen“ hoffte man insgeheim, dass „El Tigre“ die freien 14 Tage nutzen könnte, um wieder in Form zu kommen. Doch weit gefehlt: Wie aus dem Klubumfeld zu hören ist, plagen Falcao weiterhin Schmerzen, was die Teilnahme am Trainingsbetrieb unmöglich mache. Bislang vertrat Rumänen-Stürmer Florin Andone den Kolumbianer durchaus ansehnlich. Der ursprünglich als Back-Up geholte Angreifer etablierte sich in kürzester Zeit im Sturm-Zentrum der „Löwen“ – und fällt nun ebenfalls verletzt aus. Vor dem Duell gegen Stadtrivale Başakşehir, was mit Blick auf die Tabelle ein richtungsweisendes Spiel wird, steht Galatasaray ohne gelernten Stürmer da.

Ömer Bayram als Allrounder – Emre Taşdemir verdrängt Nagatomo

Höchstwahrscheinlich wird Ryan Babel gegen die „Eulen“ als zentrale Spitze beginnen. Der Niederlande spielte diese Position bereits bei Beşiktaş sowie auch mitunter beim FC Fulham in der vergangenen Rückrunde. Dahinter wird Fatih Terim ein Fünfer-Mittelfeld aufbieten, in dem Ömer Bayram eine zentrale Rolle einnehmen wird. Der Mittelfeldmann wird für Galatasaray auf Grund seiner Vielseitigkeit immer wichtiger. Gegen Başakşehir dürfte er im zentralen Mittelfeld beginnen. Und auch Emre Taşdemir, in der letzten Saison meist nur Bankdrücker, darf sich berechtigte Hoffnungen auf einen längerfristigen Stammplatz machen. Der Türke hat den wesentlich älteren Nagatomo, dessen Vertrag im nächsten Sommer ohnehin ausläuft, auf der linken Defensiv-Seite verdrängt.