Hat das Debakel beim FC Bayern weitreichende Folgen bei Borussia Dortmund? Mit dem 0:4 in München verabschiedete sich der BVB in die Länderspielpause, Favre arbeitet derweil mit dem Rest-Kader. Wie lange lässt man den Schweizer überhaupt noch arbeiten? Es scheint, als denke man in Dortmund bereits über einen Nachfolger nach.

Es war nicht die Niederlage an sich, die die Borussen so maßlos verärgerte. Vor allem das „wie“ stand in der Aufarbeitung im Mittelpunkt. Die Dortmunder waren komplett chancenlos und hätten auch zweistellig verlieren können. An solch einen schwachen Auftritt hatte man zuvor nicht zu denken gewagt. „Ich werde mich in der kommenden Woche im Rahmen unserer Runde mit der sportlichen Leitung zusammensetzen. Wir werden den Ist-Zustand genau analysieren.“ Diese deutlichen Worte hörte man anschließend von Hans-Joachim Watzke. Worte, die auch Lucien Favre betreffen könnten. Die Klatsche bei den Bayern könnte ihn den Kopf kosten, obwohl aktuell noch niemand darüber spricht.

Ähnliches Schicksal wie Kovač?

Fakt ist: Beim BVB bauen derzeit alle Spieler bis auf Mats Hummels stark ab. Witsel kommt nicht mehr zur Geltung, die Neuzugänge Brandt, Hazard und Schulz tauen nicht auf und Superstar Jadon Sancho scheint die Lust am Fußball verloren zu haben. Der Kader der Borussen wurde vor wenigen Wochen noch in den Himmel gelobt. Mittlerweile zeigt sich: Die Hoffnungen waren wohl ein wenig zu groß. Watzke und Zorc haben den Kader zusammengestellt und das Ziel Meisterschaft ausgegeben. Dass es jetzt an Leitwölfen und mental fitten Spielern mangelt, wird jedoch Favre angelastet. Gleiches Spiel zeigte sich auch beim FC Bayern. Letzte Woche musste Kovač als Bauernopfer gehen. Was spricht man in Dortmund derzeit hinter verschlossenen Türen? Eine Entlassung Favres scheint alles andere als ausgeschlossen!

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